Mit Mauro Schmid gewann ein Fahrer des Teams «Akros-Renfer» das neunte Abendrennen. Dieses Team hatte am Mittwoch-Nachmittag in Kleindöttingen am Sitze eines ihrer Sponsoren einen Mannschaftszusammenzug. Anschliessend nahm das ganze Team am Brugger Abendrennen teil. Schmid konnte in der Folge auf die Unterstützung gleich eines halben Dutzend Mannschaftskollegen zählen.

Den Sieg vermochte der Fahrer aus dem Zürcher Unterland allerdings erst ganz am Schluss mit zwei Punkten Vorsprung vor Fabian Paumann (Rupperswil), dem Sieger des Elite-Rennens von Gippingen, sicher zu stellen.

Güller weiter vorne

Nach dem Sieg vom Mittwoch liegt Schmid in der Saisonwertung nun hinter Güller auf Rang zwei. Der Döttinger hat vor den beiden letzten Rennen 71 Punkte Vorsprung. Das sollte dem Zurzibieter zum Saisonsieg genügen. Dies obwohl Güller einzig noch am letzten Abendrennen vom 15. August teilnehmen wird. «Beim Abendrennen Nr. 10 fehle ich, weil ich in der ersten August-Hälfte an der Guadeloupe-Rundfahrt teilnehme. Aber beim letzten Abendrennen bin ich wieder dabei. Dann sollte ich den Gesamtsieg sichern können.»

Timo Güller (vorne) steht weiterhin an der Spitze der Gesamtwertung.

  

In den verbleibenden zwei Abendrennen sind für die Saisonwertung noch insgesamt 75 Punkte zu holen. Theoretisch ist Güller also noch zu überflügeln. Allerdings dürfte er dann im letzten Abendrennen, wo es für die Saisonwertung die doppelte Anzahl Punkte gibt, nicht unter die 15 Besten kommen.

Ender auf Bahn und Strasse stark

Das Rennen der Anfänger und Junioren wurde zum vierten Male in dieser Saison eine Beute des für den RV Sulz fahrenden Robin Ender. Ender vermochte sich im letzten Spurt gegen den Biker Jeannot Rey (Unterentfelden), der in der Vorwoche gewonnen hat, durchzusetzen. Ender fährt im Moment auf der Bahn und auf der Strasse stark.

Am Dienstag hat er in Zürich-Oerlikon zwei Bahnrennen gewonnen. Es überrascht deshalb nicht, dass sowohl für die Bahn-Weltmeisterschaft der Junioren vom 15. bis 19. August in Aigle wie auch für die anschliessend in Italien stattfindenden Bahn-Europameisterschaften selektioniert worden ist.

Robin Ender (links) ist momentan auf der Bahn und auf der Strasse stark. (Archivbild)

  

Schüler in den Ferien

Bei den im Rahmen der Brugger Abendrennen ausgetragenen Nachwuchsrennen macht sich die Ferienzeit in kleineren Teilnehmerfeldern voll bemerkbar. So fehlten in den Nachwuchsrennen ferienhalber die Gebrüder Christen aus Gippingen. Anstelle von Jan Christen, der regelmässig bei den älteren Schülern gewinnt, gewann sein Cousin Leandro Schleuniger bei den Schülern der Jahrgänge 2004 und 2005.

Leandro Schleuniger fährt ebenfalls für den VC Klingnau und ist ein Enkel des früheren Profis Hans Schleuniger. In der Kategorie der jüngeren Schüler gab es durch Lars Emmenegger (Kaisten), Nicola Zumsteg (Gansingen) und Sayben Zumsteg (Sulz) einen dreifachen Fricktaler Sieg.

Marvulli kommt vielleicht nächstes Jahr

Im Rahmen des neunten Abendrennens organisierten die «Velobuebe» aus Riniken einen Geschicklichkeitsparcours. Diese Sonderprüfung wurde bei den älteren Schülern von Nik Wernle (Herznach) gewonnen. Bei den jüngeren Schülern schwang Jan Altstätter (Ehrendingen) vor Kai Wernle (Herznach) und Lars Emmenegger (Kaisten) obenaus. Ebenfalls konnten sich die Rennfahrer zum zweiten Male in dieser Saison im km-Zeitfahren versuchen. Wie bereits anfangs Juni war Tobias Neuhaus (Seon) erneut der Schnellste. Allerdings verpasste Neuhaus die Zeit vom 6. Juni um mehr als eine Sekunde. Die Zeit von 1:12,10 ist deshalb die schnellste in dieser Saison gefahrene km-Zeit. Die seit zwei Jahren von Fabian Lienhard gehaltene km-Rekordzeit von 1:08,6 Minuten war in dieser Saison nie in Gefahr.

Franco Marvulli war am 9. Brugger Abendrennen zu Gast.

  

Als Gast war am drittletzten Abendrennen der Saison 2018 auch der frühere Bahn-Weltmeister Franco Marvulli anwesend. Marvulli ist weiterhin ein Fan der Brugger Abendrennen: «Ich finde es toll, dass die jungen Fahrer in Brugg gegen gestandene Profis fahren können. Das macht den Reiz der Abendrennen aus. Zudem ist der Rundkurs von überall her einsichtbar. Das ist wie fast auf einer Rennbahn.» Und mit einem Augenzwinkern versprach Marvulli: «Nächstes Jahr komme ich wieder. Wenn ich gut trainiere, schaue ich nicht nur zu, sondern kann vielleicht sogar im Feld  mitfahren.» 

Wegen des Bundesfeiertages machen die Abendrennen nächste Woche nochmals eine Pause. Am 8. und 15. August wird die 52. Saison der Brugger Abendrennen mit den beiden letzten Prüfungen abgeschlossen.