American Football

Neuer Modus verspricht Spannung: Argovia Pirates können sich mit NLA-Spitzenteams messen

Für die Pirates gilt es ab August wieder ernst.

Für die Pirates gilt es ab August wieder ernst.

Die Lockerungen machen es möglich: Trotz Saisonabbruch im März konnte sich der Schweizerische Footballverband mit acht Teams aus der NLA und der NLB auf eine Herbstmeisterschaft einigen. Mittendrin auch die Argovia Pirates, die nun vor einer grossen Herausforderung stehen.

Die Meldung kam aus dem Nichts: In der Schweiz wird doch noch Amercian Football gespielt. Nach dem Saisonabbruch im März konnte sich der Schweizerische Footballverband (SAFV) aufgrund der Lockerungen mit Teams aus der NLA und NLB auf eine Herbstmeisterschaft einigen. Zwischen August und Oktober (15. August bis 10./11. Oktober) sollen die Eier durch die Luft fliegen. 

Die Argovia Pirates dürfen endlich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen.

Die Argovia Pirates dürfen endlich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen.

Brian Petrus ist erfreut über die tollen Nachrichten: «Nach dem Abbruch war ich enttäuscht, nun überglücklich. Es ist wie eine Achterbahn der Gefühle, aber das bin ich mir von den letzten Spielzeiten sowieso schon gewohnt», sagt der Coach bei den Argovia Pirates schmunzelnd. 

6 Teams erteilen Absage

Während für das Football-Team aus dem Aargau von Anfang an klar war, dass man am verspäteten Meisterschaftsbetrieb teilnehmen wird, konnten sich andere Mannschaften nicht damit anfreunden. Insgesamt haben von 14 Teams nur jeweils vier Teams aus der NLA und NLB zugesagt. 

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Meistens spielen NLA-Teams mit bezahlten Import-Spielern aus Amerika, dies wird jedoch für den «Mixed League Cup» nicht erlaubt sein. Kommt erschwerend hinzu, dass die Teams finanziell durch Corona gelitten haben und sich so auch nicht mit erlaubten europäischen Imports verstärken können. Andere Teams starten bereits mit der Vorbereitung für die kommende Saison. Nicht zuletzt, weil man damit auch Verletzungen vermeiden will. 

Ein bisschen Provokation muss sein: Die beiden NLA-Teams Basel Gladiators und Calanda Broncos sticheln im Vorfeld der kommenden Meisterschaft gegeneinander.

«Wir bezahlen keine Spieler»

Für Petrus und seine Pirates hingegen spielt dies keine Rolle: «Imports sind für uns sowieso kein Thema, wir bezahlen keine Spieler. Wir wollen einfach Football spielen, Erfahrungen sammeln, als Team zusammenwachsen und das Maximum rausholen. Der Modus mit den NLA-Teams ist für uns sehr interessant, ein guter Gradmesser.»

Grosse Ziele für den Cup will sich der Coach nicht setzen. Einerseits, weil die Hälfte von seinem Team nicht mehr als zwei Jahre Spielerfahrung hat. Andererseits, weil ihm die Entwicklung der Mannschaft wichtig ist, weniger das Resultat. «Ich denke nicht, dass wir ein NLA-Team bezwingen können, dafür fehlt uns einfach die Erfahrung. Ich habe fünf Rookies im Team, ausserdem hat die Konkurrenz das breitere Kader», sagt Petrus.

Die Pirates treten beim Mixed Cup mit fünf Rookies an.

Die Pirates treten beim Mixed Cup mit fünf Rookies an.

«Corona hat den Spieler zugesetzt»

Bis zum Beginn des Cups hat er mit den Pirates jedoch noch ein grosses Stück Arbeit vor sich. «Corona hat den Spielern zugesetzt, immerhin kennen sie noch die Spielzüge aus dem Playbook. Zudem leben ein paar Spieler in Deutschland an der Grenze, die konnten noch nicht zum Team dazustossen. Und dann fällt auch noch die Ferienzeit in die Vorbereitung. Diese Herausforderungen gilt es nun zu meistern.»

Dennoch gibt sich Petrus optimistisch: «Wir werden fit und bereit sein im August, daran werde ich alles setzen. Wir werden uns optimal vorbereiten und diesen Wettkampf ernst nehmen, als wäre es eine normale Saison.»

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