Robin Grossmann, Sie waren einer von fünf Verteidigern, die um den Platz des verletzen Philipp Furrer kämpften. Jetzt hat Patrick von Gunten den Platz bekommen. War Sotschi trotzdem eine Reise wert?

Sicher, Olympische Spiele zu erleben ist unbeschreiblich, auch wenn ich nur als Zuschauer dort war. Die Stadien sind sehr eindrücklich. Vor allem die Eröffnungszeremonie hat mir gefallen.

Sind Sie sehr enttäuscht, dass Sie nicht spielen werden?

Natürlich ist die Enttäuschung gross, nach der WM nicht wieder dabei sein zu können. Doch die Ausgangslage war von Anfang an klar – ich war einer von fünf Verteidigern, die um den letzten Platz im Team kämpften. Der Coach hat sich für Patrick von Gunten entschieden, das muss ich akzeptieren. Mein Fokus liegt nun auf den Playoffs mit Davos. Mein Ziel ist es, ein besserer Spieler zu werden, um in vier Jahren nicht wieder der zu sein, der ohne Einsatz nach Hause muss.

Haben Sie in Sotschi Wettkämpfe anderer Athleten verfolgt?

Ja, ziemlich viele sogar. Ich habe den Halfpipe-Final und Iouri Podladtchikovs Triumph miterlebt. Auch die Frauen-Eishockeynati habe ich gesehen. Und gestern war ich zum ersten Mal in meinem Leben bei einem Skirennen – der Abfahrt der Frauen. Wir Spieler hatten die Möglichkeit, nach dem Entscheid des Trainers noch ein paar Tage in Russland zu bleiben. Julian Walker und ich haben davon Gebrauch gemacht. Heute fliegen wir zurück.

Im Mai findet die WM in Weissrussland statt. Werden Sie sich dafür zur Verfügung stellen?

Klar will ich an der WM teilnehmen. Ich bin nicht wütend, weil ich in Sotschi nicht spielen durfte.