Handball

Nächster Rückschlag nach Cupfinal-Absage: HSC Suhr Aarau wird nicht für den Europacup der Saison 2020/21 nominiert

Co-Captain Tim Aufdenblatten und seine HSC-Teamkollegen werden nach der Cupfinal-Absage auch nicht für den Europacup nominiert.

Co-Captain Tim Aufdenblatten und seine HSC-Teamkollegen werden nach der Cupfinal-Absage auch nicht für den Europacup nominiert.

Beim HSC Suhr Aarau ist die Enttäuschung nach der Absage des Cupfinals riesig. Co-Captain Tim Aufdenblatten gibt sich aber mit Blick auf die Zukunft bereits wieder kämpferisch. Derweil muss der Aargauer NLA-Klub nun auch noch hinnehmen, dass er in der Verteilung der Europacup-Plätze für die kommende Saison nicht berücksichtigt wird.

Auch Tage danach fällt es Tim Aufdenblatten immer noch schwer, das Geschehene richtig einzuordnen. Der Co-Captain des HSC Suhr Aarau ist sich seiner Gefühle nach der definitiven Absage des Cupfinals nicht so richtig schlüssig.

«Die Absage kam nicht aus dem Nichts, insofern haben wir uns auf einen solchen Entscheid vorbereiten können», sagt der 24-jährige Spielmacher des Aargauer NLA-Vereins. «Trotzdem: Die Enttäuschung ist natürlich riesig. Auch wenn klar ist, dass es hier ‹nur› um ein Spiel geht. Es gibt unzählige Leute, die es in der Coronakrise wesentlich schlimmer trifft, als uns.»

Erinnerungen an den grossen Jubel auswärts

Die schlechte Nachricht erreichte Aufdenblatten und Co. am vergangenen Donnerstag im Whatsapp-Teamchat. Seine Gedanken kreisten in der ersten Enttäuschung um die Jubelszenen nach den gewonnenen Partien gegen Pfadi Winterthur im Viertel- und gegen GC Amicitia im Halbfinal.

«Wir haben uns diesen Final hart verdient, da ist es schon bitter, dass er einfach nicht stattfindet», sagt Aufdenblatten und deutet damit auch das fast schon traditionelle Lospech des HSC an: Denn auch im nun abgebrochenen Cup-Wettbewerb musste der HSC zu all seinen Spielen auswärts antreten. Seit dem 28. November 2012 oder nunmehr 2697 Tagen wartet der Verein auf ein Heimspiel im Cup.

«Der Cupfinal wäre für mich und uns alle die erste Chance auf einen Titel mit dieser Mannschaft gewesen. Aber: Das war sicher nicht unsere letzte Gelegenheit. Wir werden uns unsere nächste Chance auf einen Titel erkämpfen», sagt Aufdenblatten.

Bis es aber so weit ist, ist in jedem Fall Geduld gefragt. Nachdem die Meisterschaft bereits vor etwas mehr als einem Monat abgebrochen war, werden nach der Absage des Cupfinals zwischen dem HSC und den Kadetten Schaffhausen die nächsten Titel frühestens im Frühling 2021 vergeben.

HSC wird nicht für Europacup 2020/21 berücksichtigt

Auch die leise Hoffnung, dass der HSC für den Effort im Cup immerhin mit einer Teilnahme am Europacup in der kommenden Saison belohnt werden würde, hat sich mittlerweile zerschlagen.

Dem Vernehmen nach hat die Swiss Handball League SHL nämlich entschieden, die beim Saisonabbruch Mitte März auf den Plätzen 1 bis 4 klassierten Kadetten Schaffhausen, Pfadi Winterthur, Kriens-Luzern und St. Otmar St. Gallen für die europäischen Wettbewerbe 2020/21 zu nominieren.

Damit erhält die Saison, die gemäss des Entscheides des Schweizerischen Handballverbandes SHV in keiner Form gewertet wird, sportlich doch eine Bedeutung – zumindest für die vorgenannten vier Teams.

Kadetten waren für Absage, HSC war dagegen

Kommt hinzu, dass sich die Schaffhauser für eine Absage des Cupfinals stark gemacht haben: «Wir waren treibende Kraft hinter der Absage», liess Kadetten-Präsident Giorgio Behr gegenüber dem «Blick» verlauten.

«Hingegen hätten wir uns eine Durchführung des Cupfinals sehr stark gewünscht. Denn wir stehen nun als Verlierer da, weil unsere sportliche Leistung in keiner Art und Weise gewürdigt wird – im Gegensatz zu derjenigen der für den Europacup nominierten Teams», sagt HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli.

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