Bergrennen in Reitnau
Nächstes Schweizer Bergrennen in Reitnau nach Unfall von Richard Hammond

Drei Wochen nach dem spektakulären und schweren Unfall von Richard Hammond in Hemberg folgt nun das nächste Bergrennen der Schweiz.

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Das Bergrennen lockt jedes Jahr viele Motorsport-Fans nach Reitnau. Hans Peter Schläfli/Archiv

Das Bergrennen lockt jedes Jahr viele Motorsport-Fans nach Reitnau. Hans Peter Schläfli/Archiv

Hans Peter Schläfli

Wenn Hemberg erst das Warmfahren für die meisten Piloten war, heisst es nun richtig «Vollgas» am Sonntag, 2. Juli im aargauischen Reitnau. Das Bergrennen Reitnau gehört zu den grössten Motorsportveranstaltungen in der Schweiz. Alle Top-Piloten lassen es sich nicht nehmen, vor über 12'000 Zuschauern in Reitnau an den Start zu gehen.

Hat der Crash in Hemberg Folgen? «Ja und nein! Unsere Sportbehörde ASS, wie auch die FIA in Paris, werden natürlich genau darauf achten, dass alle Reglemente und Sicherheitsvorkehrungen eingehalten sind» so Thomas Kohler, Organisator des Bergrennens Reitnau. «Wir versuchen seit Jahren die bestmögliche Sicherheit für die Fahrer und vor allem für die Zuschauer zu gewährleisten. Wir und auch die Fahrer investieren grosse Summen in die Sicherheit. Die immer wichtiger werdende Zusammenarbeit mit unserer Sportbehörde ASS ist heute hervorragend», so Kohler.

Trotzdem umstrittene Showfahrten in Reitnau

Nicht nur in der Schweiz zeigt sich, dass die Show, nebst einem spannenden Rennen, zu einem modernen Anlass gehört. «Reitnau hat quasi vor 17 Jahren den Showteil am Berg in der Schweizer Rennsportszene erfunden», schmunzelt Kohler. «Alle Piloten in unserem Showblock sind erfahrene Profis, und es gibt genaue Reglemente für eine Demofahrt. Man darf den Organisatoren von Hemberg auch keine unbegründeten Vorwürfe machen. Motorsport, insbesondere am Berg birgt immer ein Restrisiko» verteidigt Kohler seinen Mitveranstalter.

Trotz dem spektakulären Vorfall am Hemberg wird in Reitnau Egon Allgäuer mit seinem 1400 PS Racetruck den Berg hochfliegen und der Top-Driftstar von HGK, Kristaps Bluss, wird sein Können den Zuschauern eindrücklich demonstrieren. Über 230 Piloten sind gemeldet und warten nur noch auf die Startflagge, um am 2. Juli über die Piste zu jagen. Allein 6 Formel 3000, die einem Formel 1 nur wenig nachstehen, werden erwartet. (pd)

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