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Nachholspiel Aarau-Vaduz: Teleclub musste Okay zum Termin geben

Der FC Aarau um Präsident Alfred Schmid (vorne) hofft heute gegen Vaduz auf die nächsten Punkte. Keystone

Der FC Aarau um Präsident Alfred Schmid (vorne) hofft heute gegen Vaduz auf die nächsten Punkte. Keystone

Diesmal soll das Wetter halten: Am Abend (19.45 Uhr) kommt es zum Nachholspiel zwischen den Aarauern und Aufsteiger Vaduz. Gewinnt der FCA, beträgt der Abstand auf die Liechtensteiner bereits sieben Punkte.

Was ums Himmels Willen ist mit den Verantwortlichen der Swiss Football League (SFL) los? Nur 24 Stunden nach dem Abbruch des Spiels FC Aarau-Vaduz wegen heftiger Regenfälle im Brügglifeld wurde die Begegnung am Montag neu angesetzt – und findet schon heute Abend um 19.45 Uhr statt. «Die Liga musste schnell handeln», sagt Philippe Guggisberg, der Verantwortliche für Kommunikation der SFL. «Es gibt in den nächsten Wochen und Monaten nämlich keine Ausweichtermine. Und bis im Herbst oder sogar Winter wollten wir auf keinen Fall warten.»

Im Sinne beider Klubs

«Gut so», sagt Alfred Schmid. «Es ist im Sinne beider Klubs, dass dieses Spiel möglichst schnell nachgeholt wird. Nur so können die zwei Mannschaften im Rhythmus bleiben.» Der Präsident des FC Aarau freut sich auf das dritte Heimspiel der Saison. «Der Wetterbericht für den Mittwochabend ist ausgezeichnet», fügt der Klubverantwortliche hinzu. «Es bleibt trocken und wird angenehm mild sein. Die sportliche Ausgangslage für Aarau ist vielversprechend. Mit einem Sieg könnten wir den Vorsprung auf die Liechtensteiner auf sieben Punkte vergrössern. Das wäre ein gelungener Auftakt in die zweite Super-League-Saison.»

Vier Punkte nach drei Partien

Mit vier Zählern aus den drei Spielen gegen den FC Basel (1:2), Sion (1:0) und die Young Boys (1:1) hat der FC Aarau das Soll bis jetzt mehr als erfüllt. Beeindruckend war vor allem das Defensivverhalten der Mannschaft beim Unentschieden auf dem Kunstrasen im Berner Stade de Suisse. «Gegen Vaduz gibt es ein ganz anderes Spiel als gegen YB», erklärt Aaraus Trainer Sven Christ. «Diesmal sind wir Favorit. Es wird sich zeigen, ob wir mit dieser Rolle umgehen können. Der Gegner wird extrem defensiv spielen und uns das Diktat überlassen. Wir müssen Geduld haben und in der Offensive kreativ sein.»

Spiel hing an dünnem Faden

Dass die Partie der beiden meistgenannten Abstiegskandidaten so kurzfristig angesetzt werden konnte, hing an einem dünnen Faden. Zwar waren sich die Swiss Football League, der FC Aarau und Vaduz bezüglich des neuen Termins einig. Das Zünglein an der Waage spielten aber nicht die Liga und/oder die zwei Vereine, nein, das Zünglein an der Waage spielte das Fernsehen. Ohne die Zusage von Teleclub läuft bei Spielansetzungen im Schweizer Spitzenfussball gar nichts.

Die Firma mediatec, welche die Spiele für den Pay-TV-Sender produziert, hatte Anfang dieser Woche alle Hände voll zu tun, um genügend Mitarbeiter für das Spiel im Brügglifeld aufzubieten. Bleibt aus Sicht des FC Aarau ein Blick auf die personelle Situation. Gravierend sind nach wie vor die Ausfälle in der Offensive: Frank Feltscher und Edgars Gauracs sind verletzt, Dusan Djuric ist im Aufbautraining.

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