HSC Suhr Aarau
Nach zweitem Kreuzbandriss innert anderthalb Jahren: Flügel Beau Kägi beendet seine Handball-Karriere

Beau Kägi gibt seinen Rücktritt vom Spitzensport per Ende der laufenden Saison. Der 25-Jährige spricht von seinem schwersten Entscheid des Lebens. Der linke Flügel wird dem HSC in noch zu bestimmender Funktion erhalten bleiben.

Dean Fuss
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Rücktritt von Beau Kägi Beau Kägi im Abschluss während des Wiederholungsspiel im Kampf um den Aufstieg in der Saison 2015/16 gegen den TV Endingen.
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Rücktritt von Beau Kägi Beau Kägi im Abschluss während einer Partie gegen die Kadetten Schaffhausen in der Saison 2016/17.
Rücktritt von Beau Kägi Beau Kägi im Abschluss während einer Partie gegen den TSV St. Otmar St. Gallen in der Saison 2016/17.
Rücktritt von Beau Kägi Beau Kägi (r.) und Raphael Rohr bei der Trikotpräsentation im Vorfeld der Saison 2017/18.
Rücktritt von Beau Kägi
Rücktritt von Beau Kägi
Rücktritt von Beau Kägi

Rücktritt von Beau Kägi Beau Kägi im Abschluss während des Wiederholungsspiel im Kampf um den Aufstieg in der Saison 2015/16 gegen den TV Endingen.

foto-net / Alexander Wagner

Eine schwere Gehirnerschütterung, eine ausgekugelte Schulter und zwei Mal Kreuzbandriss im rechten Knie – beim ersten Mal noch begleitet von einem Meniskusriss. Die Liste von Beau Kägis Verletzungen in seinen vier Jahren beim HSC Suhr Aarau liest sich für jeden Sportler wie das Skript eines schlechten Horrorfilms.

«Nur» 44 Einsätze für den HSC

Nun war es im Herbst der zweite Kreuzbandriss innert anderthalb Jahren, der das Fass für Kägi zum Überlaufen brachte. Der 25-jährige linke Flügel hat sich entschieden, seine Spitzensport-Karriere per Ende der laufenden Saison zu beenden.

Der gebürtige Zürcher war auf die Saison 2015/16 hin von Stäfa zum HSC Suhr Aarau gestossen. Wegen der eingangs genannten zahlreichen Verletzungen bestritt er in den vier Saisons für den HSC allerdings «nur» 44 Partien (112 Tore).

Kägi: «Natürlich sehr traurig»

«Nachdem ich im Jahr 2015 zum HSC Suhr Aarau, den ich stets bewundert habe, wechseln durfte, war mir früh klar, dass ich hier auch meine Karriere beenden möchte. Dass dies nun unter diesen Umständen und viel früher als erwartet geschieht, ist natürlich sehr traurig», sagt Kägi. «Die Entscheidung war die bisher schwerste, die ich in meinem Leben zu treffen hatte.»

Die Entscheidung war die bisher schwerste, die ich in meinem Leben zu treffen hatte.

(Quelle: HSC-Flügel Beau Kägi)

«Wir respektieren die Entscheidung von Beau Kägi aufgrund seines grossen Talents, seiner dynamischen Spielweise sowie aufgrund der Tragik seines Verletzungspechs, schweren Herzens», sagt HSC-Sportchef Michael Conde.

Wir respektieren die Entscheidung von Beau Kägi schweren Herzens.

(Quelle: HSC-Sportchef Michael Conde)

«Dies fällt uns im Wissen, dass er uns in neuer Funktion erhalten bleiben wird, entsprechend leichter und bedeutet uns viel.» In welcher Funktion Kägi den HSC auch künftig begleiten wird, steht derzeit noch nicht fest.

Von Stäfa zum HSC Suhr Aarau

Kägi hatte seine Karriere bei Stäfa lanciert und dort alle Nachwuchsstufen durchlaufen. Mit der Zürcher Regionalauswahl feierte er ebenso den Schweizer Meistertitel wie mit der U17 von Stäfa. Für die U21-Nachwuchsnationalmannschaft bestritt er 20 Länderspiele.

Als Aktiver sammelte er seine ersten Erfahrung in der Saison 2011/12 beim Erstligateam des Stäfa-Partnervereins TV Uster. In derselben Saison debütierte er für Stäfa in der NLA, wo er bis zu seinem Wechsel in den Aargau insgesamt 84 Mal zum Einsatz kam.

Keine Neuverpflichtung geplant

Der HSC Suhr Aarau will den Ausfall Kägis nicht durch eine Neuverpflichtung kompensieren. Vielmehr will man den offenen Platz im Kader hinter Timothy Reichmuth getreu der Vereinsphilosophie mit einem oder mehreren hoffnungsvollen Eigengewächsen besetzen.

Auftakt in die Finalrunde mit Heimspiel am Sonntag, 3. Februar

Der HSC Suhr Aarau startet am Sonntag, 3. Februar 2019, mit einem Heimspiel in die Finalrunde. Zu Gast in der Aarauer Schachenhalle ist der Ligakrösus Kadetten Schaffhausen. Weil die Halle zuvor noch durch das Unihockey besetzt ist, wird die Partie nicht wie gewohnt um 16 Uhr, sondern erst um 18 Uhr angepfiffen. (dfs)

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