Basketball
Nach zweieinhalb Jahren: Aaraus grossartige Serie ist gerissen

Nach über zwei Jahren und 29 Heimsiegen in Serie verliert der zweifache Nationalliga-B-Meister Alte Kanti Aarau in der Telli gegen Swiss Central Basket mit 86:94.

Fabio Baranzini
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NLB-Basketball Aarau gegen Swiss Central
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Alte Kanti Aarau mit Dejan Hohler.
Alte Kanti Aarau mit Andrija Jakovljevic.
Alte Kanti Aarau mit Léonard Marchand.
Alte Kanti Aarau mit Dejan Hohler.
Alte Kanti Aarau Coach Milenko Tomic.
Alte Kanti Aarau mit Dejan Hohler.

NLB-Basketball Aarau gegen Swiss Central

Fabio Baranzini

Die Matchuhr kennt keine Gnade. Die Sekunden zerrinnen unerbittlich. Nur noch deren 14 bleiben zu spielen. 86:94 lautet der Spielstand. Die Aarauer Niederlage ist eigentlich bereits besiegelt. Regisseur Dejan Hohler nimmt trotzdem noch einmal einen Anlauf, bringt den Ball mit viel Zug über die Mittellinie. Das Publikum in der Tellihalle steht und feuert die Mannschaft an. Doch es nützt nichts. Auch der letzte Wurf des Slowenen verfehlt sein Ziel. Der Schlusssirene ertönt. Die Niederlage ist Tatsache. Konsternierte Gesichter auf der Aarauer Bank, Stille auf der Tribüne. Grosser Jubel dafür bei den Zentralschweizern. Sie haben das Kunststück vollbracht und dem amtierenden NLB-Meister die erste Heimniederlage nach über zwei Jahren zugefügt. Ein Sieg, der keinesfalls gestohlen ist.

Schiedsrichter hatte alle Hände voll zu tun

Das Deutschschweizer Derby zwischen der Alten Kanti und Swiss Central Basket hielt, was die Affiche versprach. Von der ersten Sekunde an waren die Emotionen im Spiel und das Schiedsrichter-Duo hatte alle Hände voll zu tun, um das Geschehen auf dem Parkett und auf der Bank zu beruhigen. Nicht weniger als 45 Fouls wurden bis zum Ende gepfiffen. Und genau diese Fouls waren es, die den Aarauern zum Verhängnis wurden.

Die Zentralschweizer verteidigten aggressiv und nahmen Aaraus Regisseur Dejan Hohler gekonnt aus dem Spiel. Auch unter dem Korb machten sie mächtig Druck und provozierten so viele Fouls. Bald schon musste Aaraus Coach Milenko Tomic seinen Stammcenter James St. Robert wegen zu vieler Fouls vorsichtshalber vom Feld nehmen. Doch auch die Ersatzmänner Robertino Engel und Michael Jacobsen ereilte dasselbe Schicksal.

Und so musste Andrija Jakovljevic auf der für ihn ungewohnten Innenposition ran. Ein grosser Vorteil für Swiss Central, das in der Folge mit dem nicht nur körperlich, sondern auch spielerisch überragenden 2,08-m-Hünen Darren Kent die Lufthoheit unter dem Korb besass. «Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Philippe Sager waren wir bereits vor dem Match auf der Innenposition dünn besetzt. Wenn dann die Fouls noch dazukommen, wird es sehr schwierig, vor allem wenn man einen Rückstand aufholen muss», analysierte Assistenzcoach Oliver Berger.

Gute Ausgangslage

Genauso war es dann auch. Die Aarauer waren bemüht, den Rückstand zu verkürzen, kämpften aber unglücklich. Mal versprang der Ball, mal fehlte der Mut, den freien Wurf zu nehmen, und manchmal war schlicht der Gegner zu gut. «Natürlich schmerzt diese Niederlage. Trotzdem werden wir die Qualifikation als Sieger beenden und haben für die Playoffs eine gute Ausgangslage», blickt Berger positiv in die Zukunft.

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