Fussball
Nach Wechsel von Aarau zum FC Basel: Davide Callà will nun Vater werden

Kann der kleine FC Aarau dem grossen FC Basel im St. Jakobpark ein Bein stellen? Oder schiesst der neue FCB-Flügelstürmer Davide Callà seinen früheren Verein ab? Privat sucht der ehemalige FC-Aarau-Spieler eine neue Herausforderung.

Ruedi Kuhn
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Davide Callàs (links) neue Heimat ist Rot-Blau.

Davide Callàs (links) neue Heimat ist Rot-Blau.

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Was nun? Ist der Wechsel vom FC Aarau zum FC Basel das Ende der Fahnenstange? Folgt bald der nächste Transfer zu einem ausländischen Grossklub? Davide Callà lächelt und sagt: «Ich bin stolz darauf, dass ich beim FC Basel Ende letzten Jahres überhaupt zu einem Thema geworden bin. Sportlich habe ich das erreicht, was ich mir wünschte.» Und was ist das nächste Ziel? «Vater werden», erklärt der 29-Jährige kurz und bündig.

Für Callà hängt der Himmel privat und beruflich voller Geigen. 2013 heiratete er seine langjährige Freundin Rahel. Nun wünscht sich Callà ein Kind von ihr. Und 2014 unterzeichnete er beim FC Basel einen Vertrag bis 2016. «Meine Geschichte ist zwar nicht erfunden, hat aber dennoch etwas Märchenhaftes», erklärt Callà. «Sie ist typisch für den Sport. Hier gibt es Sieger und Verlierer.»

Von der Verliererstrasse auf die Überholspur

Callà muss es wissen. Der Flügelstürmer war lange Zeit auf der Verliererstrasse. Das grosse Leiden begann 2006 und dauerte sechs Jahre. Nach vier schweren Operationen am rechten Knie schien der Traum von der grossen Karriere zum Albtraum zu werden. «Nach zwei Kreuzbandrissen und zwei Knorpelschäden schrammte ich nahe an der Sportinvalidität vorbei», blickt Callà zurück. «Es war eine harte Zeit. Ich dachte trotz der vielen Rückschläge immer positiv, gab nie auf und glaubte immer an die Rückkehr in den Spitzensport.»

Mit dem Vertragsangebot des FC Aarau im Frühling 2012 kam etwas Licht ins Dunkel. Und siehe da: Callà blieb in der Saison 2012/13 verletzungsfrei, startete durch und schoss den FC Aarau mit 19 Toren und 14 Assists quasi im Alleingang in die Super League. Und in der Vorrunde dieser Meisterschaft zählte er mit sechs Treffern erneut zu den auffälligsten Spielern des FC Aarau. Ende Dezember klopfte der FC Basel an die Türe.

Callà konnte es erst gar nicht glauben. «Es ist ein Wahnsinn», sagt der Winterthurer mit süditalienischen Wurzeln. «Ich verdanke dem FC Aarau sehr viel, aber beim FC Basel ist alles um zwei, drei, ja vier Nummern grösser. Der erste Eindruck ist einfach gewaltig. Es ist klar, dass ich auch beim FCB gut Fussball spielen muss. Aber für den Rest ist gesorgt.»

Emotionales Treffen mit dem FC Aarau

Heute trifft Callà mit dem FCB auf den FC Aarau. «Natürlich ist dieses Spiel etwas Spezielles für mich. Es wird sicherlich emotional», erklärt er. «Es zählt aber in erster Linie der Erfolg der Mannschaft. Der FCB braucht im Kampf um den Titel drei Punkte.» Mal schauen, wie das Duell zwischen David und Goliath ausgehen wird.

Eines sei zur Beruhigung der FCA-Fans klargestellt: Dass die Aarauer Davide Callà noch nicht verabschiedet haben, ist kein böser Wille. Man hat schlicht und einfach den richtigen Zeitpunkt nicht gefunden. Wie wäre es mit Mitte Mai? Dann gastiert der FC Basel mit Callà im Brügglifeld.

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