Geschäftsbericht

Nach sechs Mal Reingewinn in Serie: Die FC Aarau AG ist ausnahmsweise rot statt schwarz

Raoul Giger und seine Teamkollegen schafften in der Barrage 2018/19 den Aufstieg in die Super League nicht, der FC Aarau schreibt erstmals nach sechs Jahren rote Zahlen.

Raoul Giger und seine Teamkollegen schafften in der Barrage 2018/19 den Aufstieg in die Super League nicht, der FC Aarau schreibt erstmals nach sechs Jahren rote Zahlen.

Sechs Mal hintereinander wies die FC Aarau AG einen Reingewinn aus. Im Geschäftsjahr 2019 (nicht identisch mit der Saison) brach diese Serie ab: Es gab einen Verlust von 61'983 Franken.

Und man hat 200'000 Franken Rückstellungen aufgelöst, die für den Wiederaufstieg, Sanierungskosten im Brügglifeld sowie Torfeld-Vorlaufkosten auf der hohen Kante waren.

Doch all das ist nicht dramatisch. Die Rückstellungen belaufen sich noch immer auf 735'000 Franken, die Liquidität war bei Abschluss Ende 2019 noch besser als im Vorjahr (2,8 Millionen Franken) und das Aktienkapital ist zu 106 Prozent (Vorjahr 110 Prozent) gedeckt.

Der FC Aarau ist wirtschaftlich gesund, wie der scheidende Präsident Alfred Schmid im Jahresbericht schreibt.

Teure Saison 2018/19

Die Saison, die mit dem «Barrage-Drama» endete, war vergleichsweise teuer: Der Personalaufwand stieg um 48 Prozent auf 4,5 Millionen («teureres Kader»). Dafür gab es um 100'000 Franken höhere Ranglistenprämien von der Liga. Leicht gestiegen ist auch der «Ertrag Werbung/Marketing».

Und, weil in der Rückrunde 2018/19 mehr Zuschauer kamen, nahm der «Spielertrag 1. Mannschaft» zu (plus 63 Prozent auf 1,5 Millionen Franken).

Beruhigend sind die weitgehend stabilen Gönnerbeiträge von 1,4 Millionen Franken. Sie waren 2019 fast so wichtig wie der Spielertrag (Matcheinnahmen).

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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