NLA-Handball

Nach schwacher erster Halbzeit: Der TV Endingen unterliegt dem HC Kriens-Luzern zu Hause mit 24:29

Nach der 23:32-Niederlage zum Auftakt des neuen Jahres wartet der TV Endingen auch nach dem zweiten Heimspiel auf seinen ersten Sieg im Jahr 2020. Der Tabellenvorletzte aus dem Surbtal unterliegt dem NLA-Dritten HC Kriens-Luzern.

Der Auftakt in die Partie gegen den HC Kriens-Luzern misslingt dem TV Endingen komplett: Nach fünf Spielminuten liegen die Surbtaler trotz Ballbesitz zu Spielbeginn mit 0:4 zurück. Es dauert bis zur 7. Spielminute, bis das Heimteam zum ersten Mal trifft – Captain Christian Riechsteiner netzt ein zum 1:5.

In den folgenden Minuten verbessert sich die Lage des TVE ein wenig: Weil die Endinger keinen Gegentreffer mehr kassieren und Neuverpflichtung Milomir Radovanovic nach rund siebeneinhalb Minuten mit seinem ersten Treffer für seinen neuen Klub glänzt, steht es nach Ablauf der 10. Spielminute 2:5.

15. Minute: Rote Karte gegen TVE-Topskorer Vögtli

Noch vor Ablauf der Startviertelstunde sieht sich TVE-Trainer Zoltan Majeri dazu gezwungen, sein erstes Team-Timeout zu beziehen. Seine Mannschaft liegt zu diesem Zeitpunkt mit 2:7 zurück. Aber es kommt noch schlimmer für die Endinger: Nach 14:36 Minuten sieht TVE-Topskorer Claudio Vögtli nach einem von den Schiedsrichtern als Schlag ins Gesicht taxierten Foul an HCK-Topskorer Hleb Harbuz die rote und gleich auch noch eine blaue Karte. Nach dieser harten Entscheidung der Schiedsrichter fehlt Vötgli seiner Mannschaft für den Rest der Partie.

In der 20. Minute liegt der TVE bereits mit 3:10 zurück. Einerseits zeigt HCK-Torhüter Paul Bar mit fünf Paraden bei acht Würfen eine enorm starke Startphase, andererseits leisten sich die Endinger bis zu diesem Zeitpunkt auch etwas zu viele Technische Fehler (7).

Partie nach der ersten Halbzeit bereits vorentschieden

Fünf Minuten vor der Pause hat sich der Rückstand des TVE um einen weiteren Treffer vergrössert (4:12). Das Heimteam kommt in der Offensive überhaupt nicht zur Entfaltung und findet in der Defensive gegen den NLA-Dritten noch zu wenig Mittel.

50 Sekunden vor der Pause bleibt TVE-Captain Christian Riechsteiner mit einem Siebenmeter an HCK-Torhüter Eicher Kayoum hängen. In der Folge kassieren die Endinger noch vor der Pause zwei weitere Treffer und liegen nach 30 Minuten mit 5:18 zurück. Das war eine Halbzeit zum Vergessen: Nur fünf Treffer gelangen dem Heimteam, zwei davon per Siebenmeter. So kann der Tabellenvorletzte den Tabellendritten nicht fordern.

Nach der Pause ist der TVE offensiv etwas erfolgreicher

Und es wird vorerst auch nach der Pause nicht besser: In den ersten zwei Minuten des zweiten Durchganges kassieren die Endinger zwei Gegentreffer und sehen ihren einzigen Abschluss von Nemanja Sudzum an der Querlatte abprallen. Weil der TVE in der folgenden zweiminütigen Überzahl zwei Treffer in Serie erzielt, wird der Rückstand bis zur 35. Minute immerhin etwas kleiner (7:20).

Nach den ersten zehn Spielminuten in der zweiten Halbzeit kann festgestellt werden: Der TVE zeigt eine leichte Aufwärtstendenz. Während sich der eingewechselte Torhüter Dennis Grana gleich mit mehreren Paraden einführt, erzielen die Endinger in dieser Phase gleich viele Treffer wie in der gesamten ersten Halbzeit – und der Rückstand verringert sich auf 10:22.

Aufholjagd kommt zu spät, Hypothek ist zu gross

Und es kommt sogar noch besser: In den folgenden drei Minuten treffen die Endinger gleich noch drei Mal und verkürzen auf neun Treffer Rückstand (13:22). Zehn Minuten vor der Schlussirene ist der TVE dank des fünften Treffers von Neuverpflichtung Radovanovic und eines Treffers von Torhüter Grana ins leere Tor der Innerschweizer erstmals wieder bis auf sieben Tore (18:25) an den Gästen dran.

Knapp sechs Minuten vor Schluss liegt der TVE mit 21:28 zurück. Der Rückstand hat sich in den letzten Minuten bei sieben Treffern etwas eingependelt. Es zeichnet sich ab, dass das Heimteam die zweite Halbzeit für sich entscheiden dürfte, allerdings wiegt die Hypothek von zwölf Toren Rückstand nach der ersten Halbzeit schlicht zu schwer.

Bis zur Schlusssirene gelingt es dem TV Endingen aber immerhin, auch dank weiterer Paraden von Torhüter Grana, den Rückstand noch einmal zu verkürzen und bis zum Endstand von 24:29 etwas Resultatkosmetik zu betreiben.

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