FC Aarau
Nach «Nullen»-Vorwurf: FC-Aarau-Trainer Livio Bordoli geht in die Knie

FC-Aarau-Trainer Livio Bordoli hat sich für die harsche Kritik seiner Lebenspartnerin Mimosa Bajrami an den Spielern entschuldigt. Sie hatte diese in einem Facebook-Post nach dem Match gegen Le Mont als «Nullen» bezeichnet.

Ruedi Kuhn
Merken
Drucken
Teilen
Livio Bordoli hat sich für die Kritik seiner Frau an den Spielern des FC Aarau entschuldigt.

Livio Bordoli hat sich für die Kritik seiner Frau an den Spielern des FC Aarau entschuldigt.

Keystone

Die Führungsspitze des FC Aarau wusste von der Kritik der Lebenspartnerin von Trainer Livio Bordoli auf der FCA-Facebook-Seite nach der Nullnummer gegen Le Mont am vergangenen Sonntag: Mimosa Bajrami hatte am späteren Nachmittag den Trainer gelobt und die Spieler als „Nullen“ bezeichnet.

Die Lebenspartnerin von Livio Bordoli kritisierte die Spieler des FC Aarau via Facebook.

Die Lebenspartnerin von Livio Bordoli kritisierte die Spieler des FC Aarau via Facebook.

Keystone / Facebook

Der Kommentar der Lebenspartnerin Bordolis war rund eine Stunde online, bevor er wieder gelöscht wurde. Es war nicht das erste Mal, dass Mimosa Bajrami ihren Gefährten mit einer Aussage nach einer Partie verteidigt hat.

„Der FC Aarau hat den leidigen Fall in den vergangenen Tagen aufgearbeitet und zu den Akten gelegt“, sagt Roger Geissberger, Vizepräsident des FC Aarau. „Das Vorgehen von Frau Bajrami ist einerseits dumm und blöd, andererseits inakzeptabel. Bordoli musste sich Anfang Woche vor dem Sportausschuss für den Kommentar seiner Lebenspartnerin verantworten.

Bordoli hat sich über die Kritik extrem genervt und sich sowohl beim Sportausschuss als auch bei den Spielern der 1. Mannschaft entschuldigt.“ Es ist gut zu wissen, dass sich Bordoli entschuldigt hat. Dennoch bleibt ein extrem schaler Beigeschmack. Was die Kommentare seiner Lebenspartnerin betrifft, hätte Bordoli längst eingreifen und seine Mimosa ein für alle Mal in die Schranken weisen müssen.

Burki in La Chaux-de-Fonds erste Wahl
Eine Kehrtwende macht Bordoli aller Voraussicht nach im Fall von Sandro Burki. Der Captain dürfte nach den Zwangspausen gegen Xamax und Le Mont ab sofort wieder erste Wahl sein. Der 30-Jährige spielte im Test gegen den Zweitligisten FC Gränichen (10:0) am Mittwoch von Beginn an und wird auch am Samstag im Cupspiel der zweiten Hauptrunde gegen den starken Erstligisten FC La Chaux-de-Fonds zur Startformation zählen. Burki möchte sich im Verlauf dieser Woche auf den sportlichen Bereich konzentrieren und zu den Vorfällen der vergangenen Tage nichts sagen.

„Es gibt momentan keine Trainerdiskussion“, erklärt er. „Ich habe immer betont, dass die Verantwortlichen des FC Aarau nach zehn Meisterschaftsspielen eine erste Bilanz ziehen werden. Bordoli ist und bleibt also Trainer.“ Klare Worte. Eines steht trotzdem fest: Sollte der FC Aarau in La Chaux-de-Fonds verlieren, hat Bordolis Trainerstuhl nur noch drei Beine. Höchstens drei Beine.