NLA-Handball

Nach hektischer Schlussphase: Der TV Endingen holt zum Saisonstart dank eines 23:23 einen Punkt gegen den RTV Basel

Der TV Endingen startet mit einem Punktgewinn in die neue Saison: Die junge und unerfahrene Mannschaft von Trainer Zoltan Majeri lässt etwas den Killerinstinkt vermissen und spielt gegen den RTV Basel 23:23. Bereits zur Pause war es unentschieden (9:9) gestanden.

Niederlage, Unentschieden, Sieg. In den letzten Sekunden der Partie ist aus Sicht des TV Endingen noch jeder Ausgang möglich. Die Matchuhr zeigt 59:30 Minuten an, als die Gäste des RTV Basel in Ballbesitz kommen. Beim Stand von 23:23 haben sie die Chance, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Aber: Yves Imhof, der neue Torhüter des TVE, hat etwas dagegen. Der 24-Jährige pariert den Abschluss von Alexander Spende und lanciert seinen Flügel Noah Grau mit einem präzisen Pass über fast das komplette Spielfeld. Nach zuvor vier erfolgreichen Würfen sieht der 19-Jährige seinen letzten Wurf der Partie nur wenige Augenblicke vor der Schlusssirene von RTV-Goalie André Williman abgewehrt. Es bleibt beim 23:23.

«In den letzten Sekunden kann tatsächlich alles passieren», sagt TVE-Trainer Zoltan Majeri nur Sekunden nach den nervenaufreibenden Szenen und ordnet den Ausgang gleich ein: «Wenn man nur die letzte Aktion anschaut, dann ist es ein verlorener Punkt. Über die gesamte Partie ist das Unentschieden aber schon korrekt.»

Über die gesamte Partie gesehen ist das Unentschieden deshalb korrekt, weil das Momentum immer wieder zwischen den beiden Teams hin und her wechselte. Mal lag der TVE mit vier Treffern in Front (45., 15:11), zehn Minuten später hatten die Basler wieder die Nase um zwei Längen vorne (50., 19:17). «Gerade in der Phase, als wir mit vier Toren führen, fehlt uns einfach noch der Killerinstinkt», sagt Majeri.

Das kommt allerdings angesichts gleich mehrerer NLA-Premieren auch für den Trainer wenig überraschend: «Wir haben nun einmal eine junge und unerfahrene Mannschaft. Aber das sind alles wichtige Erfahrungen, die sie jetzt macht. Ich habe heute sehr viel Positives gesehen.»

TVE hat ruhigere Offensive und eine härtere Defensive

Tatsächlich offenbarten sich im Spiel der Surbtaler einige positive Aspekte. In der Offensive agiert die Mannschaft unter der Regie von Captain Christian Riechsteiner wesentlicher ruhiger und geduldiger als auch schon. Ausserdem liess sich das Team durch zwischenzeitliche Rückschläge, wie den Umschwung von plus vier zu minus zwei innert zehn Minuten, nicht aus dem Konzept bringen.

Und angeführt von Rückkehrer Simon Huwyler zeigte sich auch die Endinger Defensive stark verbessert. «Hinten zermürben wir den Gegner und kommen so zu Gegenstössen. Darauf können wir aufbauen», sagt der mittlerweile 30-Jährige.

Wie sein Trainer ist auch Riechsteiner der Ansicht, dass das Unentschieden schlussendlich einem verlorenen Punkt entspricht: «Wir hatten es in unseren eigenen Händen.» Darauf lässt sich aufbauen, auch für das Derby auswärts beim HSC Suhr Aarau am kommenden Sonntag.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams an:

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