Ende gut, alles gut? Der FC-Klingnau-Präsident Roger Meier beantwortet die Frage kurz und bündig mit einem «Ja». Am 6. Juli erhält der Zurzibieter 2.-Liga-Klub prominenten Besuch aus der Kantonshauptstadt. An diesem Tag gastiert der FC Aarau auf dem Sportplatz Grie (Zeit noch nicht bekannt). Entgegen einer Formulierung auf der Klingnauer Klubhomepage sei die Partie aber nicht Bestandteil eines angeblichen Deals wegen des Transfers von Stürmer Varol Tasar, sagt FCA-Sportchef Sandro Burki. «Es handelt sich hier um ein Entgegenkommen im Rahmen des 70-Jahr-Vereinsjubiläums. Mit der Zusage für das Freundschaftsspiel wolle man die guten Beziehungen zum FC Klingnau und auch zu den anderen Aargauer Klubs unterstreichen, so Burki weiter.

Das Verhältnis der beiden Vereine wurde zuletzt allerdings getrübt. Anlass ist der bevorstehende Wechsel von Varol Tasar vom FC Aarau zu Servette Genf. Dem Vernehmen nach sollen die Aargauer für den Transfer rund eine halbe Million Franken von den Genfern erhalten. Roger Meier stellte sich auf den Standpunkt, dass ihm und den Klingnauern ein Anteil der Summe zustehen würde. Er begründete seinen Anspruch damit, dass Tasar 2016 für die Klingnauer spielte und mit dem Aargauer Zweitligisten den Cup gewann, ehe er zum U21 des Team Aargau wechselte. Meier machte geltend, der Entdecker und Förderer von Tasar gewesen zu sein und ihm stehe daher ein Stück des Kuchens zu. Laut seinen Aussagen ging es um eine Summe von rund 10 000 Franken. Das Geld kam, gemäss seinen Aussagen, nicht aus der Klubkasse, sondern von ihm persönlich und privaten Sponsoren. Er habe Tasar dazumal unterstützt. Diese Entschädigung hätte ihm sowie der Juniorenabteilung des FC Klingnau zukommen sollen.

Beim FC Aarau fand Meiers Forderung kein Gehör. Die Begründung: Zwischen den beiden Vereinen existierte diesbezüglich keine schriftliche Vereinbarung. Ausserdem bestritt Varol Tasar, vom FC Klingnau einen fixen Lohn bezogen zu haben.

Allfälliger Erlös für den Verein

Der Präsident des FC Klingnau hat inzwischen eingesehen, dass sein Anliegen keine Aussicht auf Erfolg hat. «Für mich ist das Thema erledigt.» Selbst an einem möglichen Erlös des Anlasses würde er nicht partizipieren. «Dieser käme voll und ganz dem Verein zugute.» Die Einnahmen dürften sich ohnehin in einem überschaubaren Rahmen bewegen, weil für die Partie kein Eintritt verlangt wird. Roger Meier richtet noch einen Wunsch an Sandro Burki: «Ich hoffe, der FC Aarau kommt in Bestbesetzung zu uns. Leider wird Varol Tasar dann nicht mehr dabei sein.»