Faustball
Nach Fehlerorgie wartet im Halbfinal der grosse Favorit

Die Oberentfelder Faustballer haben das letzte Qualifikationsspiel der NLA verloren. Nach schwachem Spiel tauchten die Suhrentaler gegen Widnau 2:5. Deshalb treffen sie im Halbfinal auf Meisterschaftsfavorit Diepoldsau.

Wolfgang Rytz
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Hauptangreifer Kevin Hagen (l.) kam während des ganzen Spieles nicht auf Touren.

Hauptangreifer Kevin Hagen (l.) kam während des ganzen Spieles nicht auf Touren.

Alexander Wagner

Trainer Christian Zbinden sah eine „unglaubliche Fehlerorgie“, ist aber zuversichtlich, dass sich seine Mannschaft wieder steigern kann. „Das war beiderseits eine schwache Partie.“ Eine Faustballweisheit sagt, dass eine Partie zwar mit dem Servicespiel nicht gewonnen, aber verloren werden kann. Genau dies war in der Erlenweghalle der Fall. Vor allem Oberentfeldens Hauptangreifer Kevin Hagen kam während des ganzen Spieles nicht auf Touren. Ohne genügenden Angriffsdruck war auch die Defensive der Suhrentaler machtlos. „Da war hinten nichts zu retten, obwohl wir in diesem Bereich einigermassen solid spielten“, konstatierte der Trainer enttäuscht.

Debakel nach der Pause

In der ersten Hälfte wogte die Abschlusspartie der Qualfikation auf tiefem Niveau hin und her. Oberentfelden kam dank Widnauer Eigenfehlern zweimal zum Satzausgleich. Nach dem 2:2 schien die kurze Pause beiden Teams gut zu tun. In der besten Phase der Partie ging Oberentfelden im fünften Satz 8:4 in Vorsprung. Als die Zuschauer schon an ein Happy End zu denken begannen, folgte der totale Absturz des Heimteams. Der Satz und damit das letzte Quäntchen Selbstvertrauen gingen 8:11 verloren.

Im siebten Satz schöpften die Einheimischen beim Stand von 10:10 nochmals Hoffnung, dem Spiel doch noch eine Wende geben zu können. Aber zwei unglücklich verlorene Ballwechsel, zum Schluss auch noch ein umstrittener Schiedsrichterentscheid besiegelten die 2:5-Niederlage.

„Wenns nicht läuft, dann kommen auch noch solche Sachen hinzu. Aber am Schiedsrichter dürfen wir diese Niederlage zuletzt aufhängen. Dazu spielten wir zu schwach“, kommentierte Christian Zbinden den Schlusspunkt.

Stattdessen fordert der Trainer, dieses „verflixte“ Spiel möglichst schnell abzuhaken und vorwärts zu schauen. „Dieser Taucher tut weh, aber jetzt müssen wir das Blatt umdrehen und uns im Training in den nächsten zwei Wochen sofort auf Diepoldsau konzentrieren.“ Zbinden glaubt an die Chance auf eine Finalqualifikation. Wesentlich sei, die positiven Erfahrungen seit Jahresbeginn mitzunehmen.

Nationalliga A. Männer. 5. Runde: Diepoldsau – Elgg-Ettenhausen 5:0. Jona – Wigoltingen 5:2. Oberentfelden – Widnau 2:5.

Rangliste nach der Qualifikation (je 5 Spiele): 1. Diepoldsau 10 Punkte (25:5 Sätze). 2. Jona 8 (20:14). 3. Widnau 6 (18:20). 4. Oberentfelden 4 (15:19). 5. Wigoltingen 2 (17:22). 6. Elgg-Ettenhausen 0 (10:25).

Halbfinals (7. Februar in Widnau): Diepoldsau – Oberentfelden (14 Uhr), Jona – Widnau (17 Uhr).