Challenge League
Nach einem Traumstart gegen den FC Schaffhausen, tut sich der FC Aarau schwer und verliert bitter 1:4

Der FC Aarau verliert sein Auswärtsspiel gegen den FC Schaffhausen nach einer frühen Führung (4. Minute) schliesslich mit 1:4. Eine bittere und in dieser Höhe völlig unverdiente Pleite für die Jurendic-Elf.

Patrick Haller (Liveticker) und Markus Brütsch (Spielbericht)
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In der 4. Minute hatten Patrick Rossini, Marco Thaler, der Torschütze Stephane Besle, Igor Nganga und Varol Tasar noch genügend Grund zu feiern
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FC Aarau - Schaffhausen, 28.10.2017
Varol Tasar (li.) gegen Paulo Menezes
Jubel bei den Spielern des FC Schaffhausen nach dem Tor zum 1:1, Enttaeuschung hingegen bei Mats Hammerich
Der Aarauer Gilles Yapi hat noch versucht eine Chance herauszuholen, was ihm aber gegen Karim Barry nicht gelingen wollte
Die Aarauer Pascal Thrier und Ivan Audino versuchen Tunahan Cicek vom FC Schaffhausen zu stoppen
Bujar Lika (li.) im Zweikampf gegen den Aarauer Gianluca Frontino
Enttäuschung bei den Aarauern Pascal Thrier, Michael Siegfried, Igor Nganga und Stephane Besle nach dem Spiel und der Niederlage
Selbst der FC Aarau Trainer Marinko Jurendic ist schockiert

In der 4. Minute hatten Patrick Rossini, Marco Thaler, der Torschütze Stephane Besle, Igor Nganga und Varol Tasar noch genügend Grund zu feiern

Freshfocus

An jener Stätte, an der er am 7. Mai eine 0:4 Klatsche eingefangen und einen Tobsuchtsanfall des damaligen Trainers Marco Schällibaum provoziert hatte, erlitt der FC Aarau auch bei seinem zweiten Auftritt im neuen Lipo-Park eine derbe Niederlage. Dass das Ergebnis diesmal «nur» 1:4 lautete, konnte kein Trost sein.

Zwei Wochen, nachdem der FC Wohlen in Schaffhausen in der Halbzeit 1:0 geführt und nach der Pause innert zwei Minuten in Rückstand geraten war, erlebte der FC Aarau ziemlich genau dasselbe. Durch einen Treffer von Stéphane Besle nach vier Minuten in Führung gegangen, brauchte auch er nur zwei Minuten, um den Schaffhausern durch Tore von Hélios Sessolo und Tunahan Cicek die Wende zu ermöglichen. In beiden Situationen sah der junge Mats Hammerich wenig vorteilhaft aus und zahlte viel Lehrgeld.

Was indes überhaupt nicht bedeutet, der Aufbauer trage die Hauptschuld am Debakel. Nein, vor allem Routiniers wie Besle, Gilles Yapi, Gianluca Frontino und Patrick Rossini waren nicht in der Lage, Gegensteuer zu geben, als die Mannschaft in den zweiten fünfundvierzig Minuten auseinanderfiel. «Das ist ein herber Rückschlag und sehr ernüchternd», sagte Trainer Marinko Jurendic, der sein Team in der Pause davor gewarnt hatte, den Schaffhausern Räume für ihr Konterspiel zu geben.

Eine Halbzeit lang hatte der FC Aarau scheinbar alles im Griff gehabt. Der Tabellendritte Schaffhausen jedenfalls tauchte kaum einmal vor dem Aarauer Tor auf, weil er zu langsam spielte und die Organisation der Gäste damit nicht aus den Angeln heben konnte.
Dass diese nach der Wende vom 1:0 zum 1:2 zu keiner ernsthaften Reaktion fähig waren, war dann genauso enttäuschend wie die beiden schwachen Minuten zuvor. Und weil Aarau in den Schlussminuten alles nach vorne warf, lief es dann den Gastgebern prompt noch zweimal ins Messer, was zum brutalen Endergebnis von 1:4 führte.

Telegramm

FC Schaffhausen- FC Aarau 4:1 (0:1)

Lipo-Park. − 1436 Zuschauer. – Schiedsrichter: Luca Gut. – Tore: 4. Besle 0:1. 55. Sessolo 1:1. 58 Cicek 2:1. 91. Fioravanti 3:1. 94. Mikari 4:1.

Schaffhausen: Nikolic; Gonçalves, Rhyner, Mevlja; Menezes, Lika, Tranquilli (80.Fioravanti), Del Toro, Mikari; Sessolo (69. Barry), Cicek (86. Dangubic).

Aarau: Deana; Nganga, Besle, Thaler, Thrier; Yapi, Hammerich (74. Siegfried); Tasar (66. Ciarrocchi), Frontino, Audino (66. Mehidic); Rossini.

Bemerkungen: Schaffhausen ohne Bunjaku (gesperrt), Loosli, Gül und Castroman (alle verletzt). Aarau ohne Jäckle, Garat, Misic, Perrier, Cani, Peralta (alle verletzt), Itaperuna (private Gründe). Verwarnungen: 66. Hammrich (Foul). 69. Besle (Unsportlichkeit). 69. Del Toro Unsportlichkeit. 74. Thaler (Foul). 90. Frontino (Foul).

Lesen Sie das Spiel hier im Liveticker nach: