NLA-Handball

Nach dramatischer Schlussphase: Der HSC Suhr Aarau und der BSV Bern trennen sich 25:25 Unentschieden

Der HSC Suhr Aarau und der BSV Bern trennen sich in der 4. Runde 25:25 Unentschieden. In einer dramatischen Schlussphase hielt HSC-Torhüter Dragan Marjanac den einen Punkt mit einer Parade in den letzten Sekunden fest. Zur Pause lag das Heim-Team mit 11:12 im Hintertreffen.

Die Matchuhr zeigt es an: Noch 29 Sekunden sind zu spielen. Es steht 25:25. Soeben hat die Bank des HSC Suhr Aarau nach einem Stürmerfoul auf Seiten des BSV Bern ihr letztes Team-Timeout bezogen. HSC-Trainer Misha Kaufmann bespricht mit seinen Spielern den letzten Angriff zum Sieg.

Der angedachte Flieger misslingt, der Gegner lanciert zehn Sekunden vor dem Ende einen schnellen Gegenstoss. Nun folgt der grosse Auftritt von HSC-Torhüter Dragan Marjanac. Der 34-jährige Serbe pariert den Abschluss seines ehemaligen Teamkollegen Lucas Rohr spektakulär und hält den Punkt fest.

Mit der Schlusssirene steht fest: Der HSC und der BSV trennen sich 25:25 Unentschieden.

Ohne Drama geht es in der Schachenhalle nicht

Ohne Drama geht es in der Aarauer Schachenhalle einfach nicht. Diesen Anschein erweckt der HSC zumindest auch im zweiten Heimspiel der Saison. Auch beim 27:26-Sieg gegen die Kadetten Schaffhausen vor zwei Wochen hatte der Vollerfolg des Heimteams erst nach dramatischen Schlusssekunden festgestanden.

Dem Drama entsprechend ordnet Trainer Kaufmann wenige Minuten nach der Schlusssirene das Resultat ein: «30 Sekunden vor dem Ende hätte ich gesagt, dass es ein verlorener Punkt ist. So wie es dann aber gelaufen ist, ist es sicher ein gewonnener Punkt.» Der 35-Jährige hatte vor 749 Zuschauerinnen und Zuschauern eine hektische Partie erlebt. Da half es auch nicht, dass das Schiedsrichter-Duo das Spiel zeitweise ohne erkennbare Linie leitete.

Die Probleme beim HSC lagen in der Offensive

Der HSC war schlecht in die Partie gestartet, kämpfte sich bis zur Pause (11:12) wieder auf einen Treffer heran – und ging dann trotzdem erst in der 53. Minute zum ersten Mal wieder in Führung.

Probleme bekundeten die Aargauer in erster Linie in der Offensive, wo sie zu viele Chancen liegen liessen. «Um ehrlich zu sein: Wir hätten heute den Sieg nicht verdient gehabt», sagt Trainer Kaufmann.

Marjanac mit 35 Prozent Abwehrquote

Erfolgreichster Werfer in den Reihen des HSC war gestern Nachmittag David Poloz mit sechs Treffern. Entscheidend aber war, wie eingangs erwähnt, die letzte Parade von Torhüter Marjanac, dessen Abwehrquote schlussendlich gute 35 Prozent betrug.

«Das Unentschieden ist wohl das gerechte Resultat. Natürlich bin ich unglaublich froh, dass ich mit dieser Parade am Ende den für uns wichtigen Punkt noch festhalten konnte», sagt Marjanac nach der Schlussirene.

Sehr starker Saisonauftakt

Trotz des happigen Programms zum Saisonauftakt rückt der HSC dank des Punktgewinns auf den dritten Tabellenrang vor. Nach vier Partien stehen fünf Punkte und nur eine Niederlage zu Buche. Dem HSC Suhr Aarau ist der Start in die neue Saison sehr stark geglückt – trotz viel Drama.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams nach:

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