In der Vorrunde verliefen praktisch alle Spiele nach demselben Muster: Während die FCA-Frauen in der ersten Halbzeit noch mit dem Gegner mithalten konnten, gingen sie in der zweiten Halbzeit unter. Auch bei den zwei Spielen der Hinrunde gegen Luzern bestätigt sich dies. Beim 0:2 (0:0) und beim 1:5 (1:2) sah die Lage nach der ersten Halbzeit relativ gut aus. Gegen Zürich am letzten Samstag sah es nach der ersten Hälfte ebenfalls besser aus (0:2), als es dann endete.

Wieso dieses altbekannte Problem immer wieder auftritt, kann sich auch Trainer Andreas Zürcher nicht erklären. Klar ist jedoch: «Wir müssen einfach dagegenhalten, früh versuchen zu attackieren und den Gegner so unter Druck setzen. Es ist allen bewusst, dass wir dieses Problem beseitigen müssen.»

Doch einfach dürfte dies nicht werden. Die Voraussetzungen sind dieselben wie vor dem Spiel gegen Zürich: die Spiele in der Hinrunde gingen jeweils 0:2 und 1:5 verloren. Dass eine Demontage wie diejenige von letztem Samstag nicht akzeptabel ist, ist allen klar: «Ein 1:7 darf einfach nicht passieren. Die Stimmung im Team ist allerdings sehr gut», schildert Zürcher die zuversichtliche Lage.  

«Wir können auch anders»

Von dem wiederkehrenden Problem lässt sich Zürcher aber nicht abschrecken. Orientieren sollen sich seine Spielerinnen hauptsächlich am Erfolg gegen Yverdon. Denn beim ersten Saisonsieg, den die FCA-Frauen einfahren konnte, zeigten sie eine durch den Strich überzeugende Leistung: «Das Spiel gegen Yverdon bestätigt, dass wir auch anders können», so Zürcher. Zur Halbzeit stand es 0:0, in der zweiten Hälfte schoss Hattrick-Höltschi die Waadtländerinnen im Alleingang ab.

Julia Höltschi könnte auch gegen Luzern wieder eine tragende Rolle spielen. Die 21-Jährige schoss rund die Hälfte (5) aller Saisontore (11) der FCA-Frauen. Mit ihren Toren gegen Yverdon und Zürich ist sie die bislang einzige Torschützin in diesem Jahr. «Sie gibt immer alles, schiesst viele Tore im Training. Wir sind nun umso glücklicher, ist der Knoten im Spiel endlich geplatzt», analysiert Zürcher die Leistung seiner Stürmerin.

Neben der aufstrebenden Höltschi fiel in der Rückrunde auch die in den Profifussball zurückgekehrte Jasmine Imboden auf. Sie zeigt Präsenz, läuft viel und nimmt eine tragende Rolle als Ballverteilerin ein. «Beim FC Aarau habe ich die Begeisterung für den Fussball wieder gefunden. Nun müssen drei Punkte her», sagt die 27-Jährige nach dem Spiel gegen Zürich. Ihr Wort in Gottes Ohr.