Challenge Leauge
Nach den Ferien gilt es für die FCA-Cracks wieder ernst: Zwischen Jogging und EM-Spielen

Der FC Aarau startete mit einem Waldlauf in die Vorbereitungen auf die neue Saison in der Challenge League. Mit dabei waren alte, aber auch neue Gesichter.

Dean Fuss
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Trainingsauftakt beim FC Aarau
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Testspieler Atilla Erel (l.), Sven Lüscher (2.v.l.) und Michael Perrier unmittelbar vor dem Waldlauf
Goalietrainer Swen König (l.), Lorenzo Bucchi (2.v.l.), Lars Hunn (3.v.l.) und Ulisse Pelloni beim Einlaufen
Goalietrainer Swen König (r.) erklärt Ulisse Pelloni (l.), Lorenzo Bucchi (2.v.l.) und Lars Hunn eine Übung
Der neu verpflichtete Lorenzo Bucchi (r.) bei seinem ersten Training mit FCA-Goalietrainer Swen König

Trainingsauftakt beim FC Aarau

Chris Iseli

«Was ist der Spielstand?», fragt Captain Sandro Burki. Wales führt zu diesem Zeitpunkt 1:0. Die «Battle of Britain» an der EM zwischen England und Wales stand gestern auch beim Trainingsauftakt des FC Aarau im Fokus. «Ich habe das TV-Gerät in der Garderobe extra schon vor dem Training eingeschaltet, damit wir möglichst wenig verpassen», sagt Burki lachend – und verschwindet kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit in den Katakomben.

Rund eine Stunde zuvor sass er zusammen mit seinen Mannschaftskollegen im VIP-Raum des Stadion Brügglifelds und lauschte Trainer Marco Schällibaums Ansprache zum Beginn der Vorbereitungen auf die neue Saison. Danach standen Stabilisations-Übungen und ein halbstündiger Waldlauf unter der Leitung von Konditionstrainer Reto Jäggi auf dem Programm des ersten Trainingstages nach den Sommerferien.

Trainer Schällibaum betonte in seiner Teamansprache, dass man sich nicht auf den Lorbeeren aus der vergangenen Rückrunde ausruhen dürfe. «Das hilft uns jetzt nicht mehr weiter. Aber diese Leistungen geben uns Selbstvertrauen, von dem wir künftig zehren können», sagt er. Auch wenn er die rund zweieinhalb Wochen Sommerferien genossen hat, ist der 54-Jährige voller Vorfreude auf die kommende Saison. «Die Batterien sind wieder aufgeladen. Ich bin voller Energie und Tatendrang.»

Drei Testspieler im Brügglifeld

Ein paar Minuten nach Captain Burki traf war auch der Rest der Mannschaft wieder zurück im Brügglifeld. Nicht etwa, weil der 30-Jährige so schnell gerannt wäre, sondern weil er nur wenige Wochen nach seiner Meniskus-Operation zusammen mit Physiotherapeut Marco Dobler einen kürzeren Lauf absolvierte. Das Torhütertrio – bestehend aus dem neu verpflichteten Lorenzo Bucchi, dem nach seiner Ausleihe an Chiasso zurückgekehrten Ulisse Pelloni und dem aus dem Nachwuchs in die erste Mannscharft beförderten Lars Hunn – bestritt zusammen mit Goalie-Trainer Swen König eine erste Einheit auf dem Rasen.

Wegen seiner Meniskus-Verletzung musste zudem Denis Markaj, der nach dem Ende seiner Ausleihe an Lugano zum FCA zurückgekehrt ist, auf den Waldlauf verzichten. Erstmals waren dafür der neu verpflichtete Mittelfeldspieler Geoffrey Tréand und die drei Testspieler Cleberson Da Silva Toriani (Stürmer, Brasilien, 20), Atilla Erel (Aussenverteidiger, Österreich, 25) und der ehemalige Luzern-Spieler Yassin Mikari (Aussenverteidiger, Tunesien/Schweiz, 33).

Mikari ist in der Schweiz kein Unbekannter. Der 33-jährige linke Aussenverteidiger spielte schon für Luzern, GC und Winterthur. Zuletzt stand er beim Club Africain Tunis unter Vertrag. Hierzulande eher unbeschriebene Blätter sind der 25-jährige linke Aussenverteidiger Atilla Erel und der 20-jährige Stürmer Cleberson Da Silva Toriani. Erel spielte zuletzt bei Cine Madransport in der dritthöchsten türkischen Liga. Cleberson stand zuletzt beim Sinop Futebol Clube in der brasilianischen Serie D unter Vertrag.

Wie lange die drei Testspieler mit dem FCA trainieren werden, steht derzeit noch nicht fest.

Carlinhos zum FC Thun

Beim Trainingsauftakt nicht mehr mit dabei war der Brasilianer Carlinhos. Der 21-Jährige wird von Atlético Monte Azul für die kommende Saison an den FC Thun ausgeliehen. Zoran Josipovic, über dessen Verbleib in Aarau derzeit verhandelt wird, und Mart Lieder, dessen Zukunft noch offen ist, trainierten hingegen mit dem Team.

Ebenso Verteidiger Valter Bekaj aus der U18, der sich bis auf Weiteres im Training der ersten Mannschaft beweisen darf. «Er ist ein interessanter Spieler und erhält nun seine Chance», kommentiert Trainer Schällibaum Bekajs vorläufige Aufnahme ins Kader der ersten Mannschaft. Der 18-jährige Innenverteidiger war im letzten Spiel der abgelaufenen Saison gegen Schaffhausen (1:3) für Stéphane Besle eingewechselt worden und damit zu seinem Debüt im Dress des Fanionteams gekommen.