NLA-Handball
Nach dem Derby-Sieg gegen Endingen geht Suhr Aarau aus der Pole Position in die Finalissima

Der HSC Suhr Aarau gewinnt das Derby gegen TV Endingen deutlich mit 30:15. Die Gedanken von Spielern und Trainerteam sind aber schnell bei der Finalissima vom Samstag, wo es gegen St. Otmar St. Gallen im Direktduell um den Einzug in die Finalrunde geht.

Dean Fuss
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Nach der Schlusssirene: Jubel bei den Spielern des HSC Suhr Aarau.
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HSC-Spieler Martin Slaninka (l.) kommt gegen Endingens Jonathan Knecht zum Abschluss.
Die ganze Bank des HSC feiert die Spieler auf der Platte in der Schlussminute stehend.
Das Derby ist gewonnen: Jubel auf der Bank des HSC Suhr Aarau nach der Schlusssirene.
Martin Slaninka vom HSC Suhr Aarau kommt zum Abschluss.
HSC-Schütze Milan Skvaril (l.) fordert TVE-Torhüter Claudio Boccarelli vom Siebenmeter-Punkt.
Suhr Aaraus Milan Skvaril (l.) im Abschluss gegen Endingen Simon Wittlin.
Der HSC Suhr Aarau gewinnt das zweite Aargauer NLA-Handball-Derby der Saison gegen den TV Endingen deutlich

Nach der Schlusssirene: Jubel bei den Spielern des HSC Suhr Aarau.

Alexander Wagner

Der Jubel ist intensiv, aber kurz. Zumal wenn man bedenkt, dass der HSC Suhr Aarau gerade eben den Kantonsrivalen mit 30:15 richtiggehend aus der Schachenhalle gefegt hat. Trotzdem: Nur wenige Minuten nach Spielschluss ist der Sieg im Aargauer Derby abgehakt, der Fokus gilt voll und ganz der Partie vom Samstag.

Ein Punkt reicht dem HSC in der Finalissima

Dann nämlich geht es für den HSC um den direkten Einzug in die Finalrunde und damit die vorzeitige Qualifikation für die Playoff-Viertelfinals. Am Samstag (Anpfiff 18.00 Uhr) kommt es in der Schachenhalle zur Finalissima zwischen dem sechstplatzierten HSC und dem siebtplatzierten St. Otmar St. Gallen. Dank des Sieges von gestern Abend geht Suhr Aarau aus der Pole Position in die Finalissima – ein Punkt reicht dem Team von Trainer Misha Kaufmann, um sich für die Finalrunde zu qualifizieren.

«Wir sind bereit für morgen», sagt Kaufmann. Natürlich würde er sich wünschen, er hätte ein wenig mehr Zeit gehabt, zwischen den beiden Partien, aber; «in der zweiten Halbzeit konnte ich die Stammkräfte etwas schonen, das sorgt dann hoffentlich für den nötigen ‹Pfus›». Kommt hinzu, dass der gestrige Auftritt des HSC einer Machtdemonstration gleich kam. Nach zuletzt sechs Meisterschaftsniederlagen in Serie, war das für das Heimteam ein richtiggehender Befreiungsschlag. «Wir haben gezeigt, wer die Nummer 1 im Kanton ist. Das war mir unglaublich wichtig», sagt Kaufmann.

Endingen findet keine Mittel

Die Geschichte der Partie ist schnell erzählt: Der HSC übernahm von Beginn weg das Spieldiktat und verschaffte sich so schnell ein beruhigendes Polster. Zur Pause lag der Favorit bereits mit acht Toren Vorsprung in Front, am Ende betrug die Differenz gar 15 Treffer.

Die Endinger fanden während der gesamten Spieldauer nie ein Rezept, um den HSC-Sieg in Gefahr zu bringen – weder in der Offensive, noch in der Defensive. Das sieht auch TVE-Kreisläufer Simon Wittlin so: «Wir haben bei Weitem nicht unsere Bestleistung abrufen können – ganz im Gegenteil. Kommt hinzu, dass ihr Torhüter einfach alles gehalten hat. Das darf man ruhig auch einmal anerkennen.»

Radovanovics Traumquote

In der Tat: Mihailo Radovanovic erwischte einen ganz starken Abend. 12 Paraden bei 24 Abschlüssen werden ihm in der offiziellen Matchstatistik angerechnet. Das entspricht einer Fanquote von 50 Prozent. Fairerweise müsste die Quote aber noch höher ausfallen: Von den vier Gegentreffern vom Siebenmeter-Punkt einmal abgesehen, erzielten die Endinger jeweils in Überzahl doch vier Treffer ins leere Tor. «Wir müssen jetzt alles gewinnen, also muss ich die Bälle halten. Die Verteidigung hat mich aber auch sehr gut dabei unterstützt. Das bringt mir Sicherheit», sagt Radovanovic. «Endlich haben wir wieder einmal gewonnen. Jetzt geht alles...» Sagts und ist mit den Gedanken schon bei der Finalissima vom Samstag.

Telegramm

Suhr Aarau - Endingen 30:15 (15:7)

1209 Zuschauer. – SR Meyer/Buache. – Strafen: je 4-mal 2 Minuten.

Suhr Aarau: Radovanovic/Ferrante; Reichmuth (4), Zehnder (1), Isailovic (5), Prachar, Kaufmann (1), Ilan Baumann, Skvaril (7/2), Romann (4), Aufdenblatten, Lukas Strebel (2), Rohr, Laube, Patrick Strebel (1), Slaninka (5).

Endingen: Busa/Boccarelli/Grana; Tano Baumann (2), Sudzum (4), Christian Riechsteiner, Wittlin, Mallien (2), Sarac (5/5), Knecht, Mühlebach, Adamcic (2), Schubnell, Huwyler.

Bemerkungen: Suhr Aarau ohne Kägi, Endingen ohne Pejkovic (beide verletzt). Verhältnis verschossene Penaltys 1:0.

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