Rund um den deutlichen 31:19-Sieg des HSC Suhr Aarau im ersten Aargauer Derby der Saison gegen den TV Endingen gab es nur ein Thema: der Abgang von Rückraumspieler Milan Skvaril. Der 27-jährige Tscheche wurde von den 1417 Zuschauerinnen und Zuschauer in der Schachenhalle mit einer emotionalen Ehrenrunde verabschiedet.

Daneben ging das gelungene Debüt von Neuverpflichtung Diogo Oliveira fast ein wenig unter. «Das ist sicher ein gelungener Einstand. Dem ganzen Team ist es sehr gut gelaufen», sagte der 22-jährige Portugiese nach der Schlusssirene.

Mit neun Treffern hatte er sich gleich bei erster Gelegenheit die Auszeichnung des besten Spielers seiner Mannschaft verdient. Zuvor hatte Oliveira seine Spielberechtigung für den HSC überraschend innert gerade einmal einem Tag erhalten. «Ganz einfach war es nicht. Es ist schon alles sehr schnell gegangen. Ich habe noch viel zu tun, aber es ist alles auf einem guten Weg», sagt er.

Oliveira dürfte auch am Sonntag im Auswärtsspiel bei St. Otmar St. Gallen (Anpfiff: 17 Uhr) in der Kreuzbleiche eine nicht unwesentliche Rolle zukommen. Denn die Personalsituation entspannt sich vorläufig nicht: Manuel Zehnder steht weiterhin nicht zur Verfügung, Tim Aufdenblatten kann nur in der Defensive und Martin Slaninka nur in der Offensive eingesetzt werden. Viel Raum also für den Neuen.

Der TV Endingen und die Kraftfrage

Beim TV Endingen werden sie sich nach der deutlichen Niederlage im Aargauer Derby nicht lange mit dem Wundenlecken aufhalten. Warum auch. Bereits am Samstag werden die Surbtaler auswärts bei den Kadetten Schaffhausen (Anpfiff: 18 Uhr) gefordert. «Wer da gewinnen muss, ist klar», sagt Rückraumspieler Lukas Riechsteiner, gegen den HSC mit acht Treffern der erfolgreichste TVE-Werfer.

Die Endinger werden in der Munotstadt ohne jeden Druck aufspielen können und dabei versuchen, das Maximum herauszuholen. «Die Ausgangslage ist klar, aber es muss zuerst gespielt werden», sagt Riechsteiner, «man kann immer gewinnen.» Für den TVE wird es vor allem eine Frage der Kraft werden. Viele Wechseloptionen gab es zuletzt nicht – und das wird auch in Schaffhausen so bleiben: Lukas Riechsteiner, Claudio Vögtli und Michal Tonar werden gefordert sein und entsprechend viele Kräfte freimachen müssen.