Einzelkritik
Nach dem 3:2-Sieg gegen Schaffhausen: Sébastien Wüthrich war der beste Mann des FC Aarau

Nach der kollektiv starken Leistung der Aarauer beim Sieg gegen den FC Schaffhausen sind die Noten im oberen Bereich. Einzig der unglücklich kämpfende Patrick Rossini und der ungeschickte Stéphane Besle schneiden ungenügend ab.

Dean Fuss
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Sébastien Wüthrich war beim 3:2-Sieg des FCA gegen Schaffhausen der Beste

Sébastien Wüthrich war beim 3:2-Sieg des FCA gegen Schaffhausen der Beste

Freshfocus
Lorenzo Bucchi: Note 5 Der Italiener verhindert mit mehreren ganz starken Paraden, dass der FCA doch noch Federn lassen muss. In der ersten Halbzeit stoppt er gar den alleine auf ihn zustürmenden Frontino. Abzüge, weil er den Ball zu oft nur weg faustet, statt ihn zu fangen.
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Miguel Peralta: Note 5 Der pfeilschnelle Aussenverteidiger stellt seine Gegenspieler immer wieder vor Probleme. Bereitet das 1:0 mit einer starken Flanke vor und wären seine Mitspieler kaltblütiger hätte er am Ende mehr als einen Assist auf seinem Konto.
Stéphane Besle: Note 3 Der Verteidigungsminister spielt bis zur 82./83. Minute eine sehr starke und souveräne Partie. Wie er sich dann aber innert 33 Sekunden die Ampelkarte abholt ist einfach nur ungeschickt.
Marco Thaler: Note 5 Für ihn gilt dasselbe wie für Besle: Er macht eine gute Partie. Verteidigt unaufgeregt und souverän - und behält seine Nerven bis zum Schluss im Griff.
Pascal Thrier: Note 5 Der 31-Jährige schaltet sich immer wieder in die Offensivbemühungen des FCA ein. Mit seiner weiten Flanke legt er die Basis für das Traumtor Wüthrichs zum 2:0.
Sébastien Wüthrich: Note 6 Der Neuzuzug verzückt das Publikum mit seinem Können. Erst trifft er mit einer Direktabnahme traumhaft zum 2:0, dann bereitet er das 3:0 mustergültig vor. Er wird in der 78. Minute mit Standing Ovations verabschiedet.
Sandro Burki: Note 5 Der Captain spielt ungewohnt offensiv. Kommt gleich zu zwei guten Chancen, lässt dabei allerdings wie seine Teamkollegen die Effizienz vermissen. Behält die Ruhe aber auch in der hektischen Schlussphase.
Michael Perrier: Note 5 Er ist definitiv wieder bei alter Stärke angelangt: Der Terrier beisst im strömenden Regen immer wieder zu. Er kämpft und grätscht um jeden Ball – und gewinnt so viele Zweikämpfe. Das ist gute Werbung in eigener Sache.
Geoffrey Tréand: Note 5 Der 30-jährige Franzose schiesst das wichtige Tor zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Nur wenige Augenblicke später holt er einen Foulpenalty mit geschicktem Laufweg heraus. Dann baut er aber mit Fortdauer der Partie etwas ab.
Patrick Rossini: Note 2 Der Tessiner ist ein Totalausfall: Er kommt zwar zu Chancen, vergibt sie aber allesamt (inklusive des Foulpenaltys in der 24. Minute). Weil er aber nie aufgibt und ihm das Pech derzeit richtiggehend an den Schuhen zu kleben scheint, sehen wir von der Höchststrafe ab.
Alessandro Ciarrocchi: Note 5 Der bullige Winterthurer behauptet die Bälle in der Vorwärtsbewegung immer wieder stark. Dann trifft er auch noch zum 3:0, weil er dank gutem Instinkt am richtigen Ort steht. Einziger Kritikpunkt: In Sachen Feinmotorik zeigt er sich nicht immer von der stilsicheren Seite.
Zoran Josipovic: ohne Note Der Tessiner kommt in der 78. Minute für Matchwinner Wüthrich in die Partie. Vergibt in der Nachspielzeit die Siegessicherung, als er alleine auf Schaffhausen-Keeper Grasseler ziehen kann. Zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.
Juan Pablo Garat: ohne Note Der Argentinier verstärkt die Innenverteidigung nach Besles Platzverweis, er wird in der 84. Minute für Rossini eingewechselt. Zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.
Bruno Martignoni: ohne Note Seine Einwechslung in der 91. Minute für Tréand ist rein taktischer Natur und bringt noch etwas Zeit. Zu kurzer Einsatz für eine Bewertung.

Lorenzo Bucchi: Note 5 Der Italiener verhindert mit mehreren ganz starken Paraden, dass der FCA doch noch Federn lassen muss. In der ersten Halbzeit stoppt er gar den alleine auf ihn zustürmenden Frontino. Abzüge, weil er den Ball zu oft nur weg faustet, statt ihn zu fangen.

Sarah Rölli