Regionalfussball
Nach dem 19. Streich kaputt getreten: Gontenschwil-Torjäger Sven Lüscher erleidet schwere Verletzung

Der frühere FC-Aarau-Profi Sven Lüscher trifft auch im Wynentaler Derby gegen Gränichen doppelt: Doch dann endet der Torreigen abrupt. Dafür hat Lüscher jetzt Zeit für einen neuen Job.

Sebastian Wendel
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Sven Lüscher

Sven Lüscher

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Der sportliche Höhenflug des FC Gontenschwil hält an: Im Wynentaler Derby auswärts gegen Gränichen resultiert ein diskussionsloser 5:2-Erfolg, Gontenschwil bleibt mit 4 Punkten Vorsprung auf die Eagles Aarau Tabellenführer der Aargauer 2. Liga.

Doch nun ziehen dunkle Wolken über dem Sportplatz "Neumättli" auf. Grund: Für längere Zeit muss das Team auf Topskorer Sven Lüscher verzichten. Dieser traf in Gränichen auch im 11. Spiel hintereinander, Saisontore 18 und 19.

In der 88. Minute dann der Schock: Ein Gränicher senst Lüscher an der Mittellinie um - der ehemalige FCA-Profi kann nicht mehr weiterspielen, schnell ist klar: Lüscher hat es übel erwischt.

Die Diagnose ist dann ein Hammer: Riss im Knöchel und beidseitige Bänderverletzung. Rückkehr frühestens Ende März 2018 zum Beginn der Rückrunde.

Wurde Lüscher für seine Aussage bestraft? Er sagte Tage zuvor: «Es wäre etwas nicht gut, wenn ich mich auf diesem Niveau nicht behaupten könnte. Auch wenn es um den Spass geht: Wenn der Match läuft, will ich gewinnen.»

Am Dienstagabend humpelt Lüscher mit Gipsfuss ins Stadion Brügglifeld und hebt den Daumen: "Ärgerlich - aber weiter gehts!"

Die schwere Verletzung hindere ihn nicht, seinem Job als Juniorentrainer beim Team Aargau nachzugehen. Als solcher wird Lüscher mehr gebraucht denn je: Er übernimmt nach der Entlassung von Luca Iodice bis zur Winterpause interimistisch die U21 - dies zusätzlich zum Traineramt bei der U15 und den Aufgaben als Videoanalyst und Stürmertrainer.