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Nach Abstieg des FC Wohlen: «Der direkte Wiederaufstieg ist nicht das Ziel»

© Foto: Claudio Thoma / Aargauer Z

Der FC Wohlen ist aus der Promotion League in die 1.Liga abgestiegen. Präsident André Richner sagt, wie es mit dem Verein weitergehen soll.

Im Leiterlispiel Fussball geht es für den FC Wohlen derzeit nur bergab. Nach dem freiwilligen Ausstieg aus der Challenge League folgt nun der nächste Abstieg – hinunter in die 1. Liga. «Damit mussten wir rechnen», sagt André Richner, Verwaltungsratspräsident des FC Wohlen, wenige Tage nach der entscheidenden Niederlage gegen den FC Yverdon Sport. Richner sieht mehrere Gründe, warum der FCW sich bereits nach einer Saison aus der Promotion League verabschieden muss. «Wir konnten erst im Juni mit der Kaderplanung beginnen, hatten mit 380 000 Franken das tiefste Budget der ganzen Liga und stellten die zweitjüngste Mannschaft.» All dies hätte dazu geführt, dass es knapp nicht für den Ligaerhalt gereicht hätte. Doch Richner bereut die Entscheidung nicht, mit dem FC Wohlen in der Promotion League angetreten zu sein: «Es ist überhaupt nicht so, dass wir bei den anderen Mannschaften unter die Räder gekommen wären. Am Schluss hat einfach die nötige Cleverness gefehlt.»

Auch zweites Team muss runter

Der Abstieg der ersten Mannschaft hat direkte Auswirkungen auf die zweite Mannschaft. Diese muss nächste Saison nun ebenfalls eine Liga tiefer antreten. Dies wegen einer Bestimmung des Schweizerischen Fussballverbands. Ansonsten hoffen die Klubverantwortlichen, dass es trotz Abstieg zu einem möglichst kleinen Umbruch kommt. So wurde der Vertrag mit Trainer Thomas Jent bereits vor der definitiven Abstiegsentscheidung verlängert, und möglichst viele Spieler sollen gehalten werden. Auch das Budget wird nicht angetastet. Vorausgesetzt, die Sponsoren halten dem Verein die Treue.

«Wir wollen nächste Saison Gas geben und vorne mitspielen», sagt Richner und ergänzt: «Der direkte Wiederaufstieg ist nicht das Ziel.» Er macht aber keinen Hehl daraus, dass er seinen Verein in Zukunft wieder in der Promotion League sieht. Ein weiterer Abstieg in die Niederungen des Provinzfussballs befürchtet er nicht. «Unser langfristiges Ziel hat sich nicht verändert. Wir wollen die Nummer 1 im Freiamt sein und im Kanton zu den drei besten Mannschaften zählen.»

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Autor

Fabio Vonarburg

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