Basketball

Mutscheller Basketballer im aussichtslosen Kampf gegen Goliath Lugano

Es sind Duelle, wie sie nur im Cup stattfinden. Duelle, in denen David gegen Goliath in ihrer extremsten Form über die Bühne gehen. Der BC KS Mutschellen aus der 1. Liga traf auf den amtierenden Schweizer Meister, die Lugano Tigers.

Es waren zwei Welten die aufeinander prallten. Lugano – mit einem luxuriösen Mannschaftsbus ins Freiamt gereist – nahm den Cup-Sechszehntelfinal mit vier amerikanischen Profis in der Startformation in Angriff. Mutschellen dagegen trat mit lauter Amateurspielern an – darunter auch Clubpräsident Dennis Kolcava.

Nicht nur auf dem Spielfeld trafen zwei Welten aufeinander, auch daneben waren die Unterschiede augenfällig: Als Luganos Captain Derek Stockalper vor dem Spiel den obligaten Wimpeltausch vornehmen wollte, mussten Mutschellens Captain passen. Er hatte keinen Wimpel dabei.

Und bereits nach wenigen Spielminuten gab der mobile Korb nach einem wuchtigen Dunk eines Luganesi kurz den Geist auf. Der Speaker musste mit Hilfe zweier Spieler des Heimteams die Installation wieder aufrichten.

Mutschellen ging in Führung

Obwohl die Unterschiede zwischen den beiden Teams kaum grösser hätten sein können, gab es aus Mutscheller Sicht auch Positives zu vermelden. Der krasse Aussenseiter kann von sich behaupten, gegen den Schweizer Meister in Führung gegangen zu sein: Nach einem gelungenen Dreipunkte-Wurf von Luke Huber führte das Heimteam 5:4.

Danach hatten die Luganesi allerdings genug, skorten 17 Punkte in Serie und gingen mit einer 28:6-Führung in die Pause. Die Mutscheller wehrten sich im zweiten Viertel nach Kräften und konnten sich dank dem stark aufspielenden Omar Zanolari (11 Punkte), der früher bei Lugano gespielt hatte, achtbar aus der Affäre ziehen. Zur Pause stand es 19:46, am Ende dann 37:103.


Für den BC KS Mutschellen war es trotzdem ein gelungener Abend. «Es war eine coole Erfahrung, einmal gegen Profis zu spielen. Auch wenn es nicht ganz ohne war, sich ihnen in den Weg zu stellen angesichts ihrer Oberarme und Schultern», meinte Dennis Kolcava lachend. Mit dem Resultat ist der Clubpräsident aber zufrieden.

Aarau erstmals im Achtelfinal, Baden scheitert klar

Der NLB-Verein BC Alte Kanti Aarau hat als einziges Aargauer Team die Achtelfinals des Schweizer Cups erreicht. Die Aarauer schlugen Ligakonkurrent Bern Giants mit 68:62. Zur Halbzeit hatten die Aarauer bereits mit 40:29 geführt. Beim Auswärtssieg in Bern waren Marco Lehmann und Dejan Hohler (beide 18 Punkte) die erfolgreichsten Werfer.

Das Erreichen der Achtelfinals ist der grösste Erfolg in der Vereinsgeschichte im Schweizer Cup. Bisher bedeuteten stets die Sechszehntelfinals Endstation. Ausgeschieden sind dagegen die Männer des BC Alstom Baden. Die Equipe aus der 1. Liga national scheiterte erwartungsgemäss am NLA-Vertreter BC Boncourt. Die Aargauer verloren in der eigenen Halle mit 44:101.

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