Fussball
Muris Trainer Beat Hubeli: «Wir müssen gegen Wohlen leiden und bluten»

Beat Hubeli spricht vor dem Freiämter Cupschlager gegen Wohlen (Samstag, 17 Uhr) über Taktik, Rivalität und eine Wette. Sein Ziel ist klar: «Wir müssen einen schnellen Gegentreffer vermeiden.»

Ruedi Kuhn
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Muri-Trainer Beat Hubeli.

Muri-Trainer Beat Hubeli.

Alexander Wagner/Archiv

Beat Hubeli, wetten Sie auf einen Sieg des FC Muri im Cup gegen Wohlen?

Beat Hubeli: Natürlich. Ich muss ja. Schliesslich bin ich der Trainer.

Schlagen Sie eine Wette vor?

Ich würde mit Wohlen-Trainer Ciriaco Sforza um ein Nachtessen wetten. Das gäbe mit Sicherheit ein interessantes Gespräch.

Ist Sforza ein Vorbild für Sie?

Ganz klar. Was Sforza für den Schweizer Fussball geleistet hat, ist einzigartig. Stéphane Chapuisat und Sforza sind die grossen Figuren im Schweizer Fussball. Sforza hat mit den Bayern 2001 die Champions League gewonnen und ist mit Aufsteiger Kaiserslautern Meister geworden. Er ist ein Vorbild für alle.

Was halten Sie von Sforza als Trainer?

Sehr viel. Sforza leistete bei Luzern und GC ausgezeichnete Arbeit. Er hat den Fussball im Blut. Ihm fehlte aber vor allem bei GC die nötige Zeit und die nötige Unterstützung.

Trauen Sie Sforza mit dem FC Wohlen den Aufstieg zu?

Der FC Wohlen hat einen Lauf. Um Ihre Frage beantworten zu können, ist es allerdings noch viel zu früh.

Sie haben den FC Wohlen gegen Servette (4:2) und Wil (2:1) beobachtet: Was muss Muri machen, um Wohlen weh zu tun?

Ganz einfach: Wir müssen sie schlagen. Die Taktik ist sehr wichtig. Der FC Wohlen startete in den bisherigen sechs Spielen wie die Feuerwehr. Frühe Tore gegen Lugano, Wil, Biel und Winterthur sorgten für Schwung und die nötige Sicherheit. Das Ziel ist klar: Wir müssen einen schnellen Gegentreffer vermeiden. Das wäre wohl eine zu grosse Hypothek.

Wie ist Ihre Taktik?

Wir müssen defensiv kompakt sein, die Zweikämpfe gewinnen und kompromisslos dorthin gehen, wo es weh tut. Wollen wir eine Chance haben, müssen wir Tugenden wie Leidenschaft und Herzblut zeigen. Wir müssen also leiden und bluten.

Zwischen dem FC Muri und Wohlen herrschte vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren eine grosse Rivalität? Kennen Sie den Grund?

Das hängt wohl in erster Linie mit der älteren Generation zusammen. Für sie gilt das Motto: Einmal Wohlen, immer Wohlen und einmal Muri, immer Muri.

Haben Sie die Rivalität am eigenen Leib verspürt?

Ja. Ich wechselte 1998 von Baden zu Muri. Damals war Gallus Rey Präsident. Er sagte mir, dass ich vom FC Muri alles bekommen kann, aber eines müsse ich ihm versprechen: Dass ich nie von Muri zu Wohlen wechseln werde.

Dennoch haben Sie bei beiden Klubs gespielt.

Ich war zuerst zwei Saisons bei Muri in der 1. Liga. Da war Karl-Heinz Born Trainer. Dann bin ich zu Baden. Und dann bin ich zwei Saisons zu Wohlen.

Wo hat es Ihnen besser gefallen?

Ich muss jetzt aufpassen, was ich sage. Es tut mir leid, aber bei dieser Frage ziehe ich den Joker.