Mountainbike-WM
«Mit einem perfekten Rennen wäre noch mehr drin gewesen»: Joel Roth verteidigt seine WM-Bronzemedaille aus dem Vorjahr

Trotz Sturz in der ersten Runde hat Joel Roth seine WM-Bronzemedaille aus dem Vorjahr verteidigt. Das sagt er über sein WM-Rennen.

Nicolas Blust
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Joel Roth jubelt bei der Zieleinfahrt über den erneuten Gewinn der WM-Bronzemedaille.

Joel Roth jubelt bei der Zieleinfahrt über den erneuten Gewinn der WM-Bronzemedaille.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Der Kölliker Joel Roth aus dem Biketeam Solothurn befindet sich zum Abschluss seiner U23-Zeit in absoluter Topform. An der Mountainbike-WM in Italien verteidigte er seine Bronzemedaille aus dem Vorjahr trotz Sturz in der ersten Runde.

Joel Roth, wie glücklich sind Sie über die Bronzemedaille?

Joel Roth: Ich bin glücklich über den dritten Platz an der WM, aber ich wollte natürlich gewinnen. Deswegen ist eine kleine Enttäuschung da. Ich hätte mir schon eine Steigerung zum letzten Jahr erhofft, wo ich ebenfalls Dritter wurde. Wenn ich mir aber anschaue, wie der Sieger Martin Vidaurre gefahren ist, lag der Sieg für mich nicht drin.

Wie lief Ihr Rennen, nachdem Sie in der ersten Runde gestürzt sind?

Ich bin recht gut gestartet. Dann bin ich aber in einer einfachen Kurve dumm gestürzt. Danach hatte ich natürlich Rückstand auf die vordersten Plätze. Die Strecke war sehr steil, deswegen habe ich mir Zeit gelassen, die Lücke wieder zu schliessen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich zu schnell gefahren bin, aber ich fuhr doch 20 Sekunden schneller als die Spitze.

Als ich dort angekommen bin, konnte ich den Angriffen der beiden Spitzenfahrer nicht mehr folgen. Hätte ich nicht ein Loch zufahren müssen, hätte ich mit den Angriffen wahrscheinlich mitgehen können. Aber so fehlten mir die frischen Beine. Mit einem perfekten Rennen wäre sicher noch mehr drin gewesen.

Wie sind Sie mit Ihren jüngsten Leistungen an der EM und zwei Wochen später an der WM zufrieden?

Ich glaube, die Leistungen waren sehr gut. Vor allem wenn man sich die erste Saisonhälfte anschaut, ist sicher eine deutliche Steigerung zu erkennen. Die EM hat zu 100 Prozent funktioniert und auch an der WM lief es mir gut. Ich konnte meine Resultate aus der Vorsaison wiederholen.

Was sind Ihre übrigen Ziele in Ihrem letzten Jahr in der Kategorie U23?

Ich möchte nun an den letzten beiden Weltcup-Rennen in der Lenzerheide und in den USA möglichst gute Leistungen zeigen und wenn möglich noch einen Sieg holen. Ich glaube, das Rennen in der Lenzerheide wird ähnlich wie an der WM sein. In einer Woche wird niemand viel schneller oder langsamer. Die Tagesform wird auch dort wieder entscheiden, da die Konkurrenz sehr ausgeglichen ist.

Was hält die Zukunft in der Elite für Sie bereit?

Ich schaue mit viel Freude in die Zukunft. Ich hatte eine gute Zeit als Nachwuchsfahrer und freue mich nun auf das, was kommt. Wenn ich mir meine Zeit in der U23 anschaue, konnten nur wenige Fahrer ähnlich gute Resultate wie ich einfahren. Im ersten Jahr in der Elite setze ich mir resultatmässig keine grossen Ziele.

Ich hoffe einfach, dass ich in der Elite schnell Fuss fassen kann. Ich konnte dort aber schon ein paar Mal zeigen, dass ich mithalten kann. Trotzdem darf ich es nicht zu locker nehmen, schliesslich sind die Olympischen Spiele in Paris schon näher, als man denkt. Im kommenden Jahr habe ich aber sicher nicht den Druck, Rennen gewinnen zu müssen. Vielmehr kann ich vielleicht mit einem guten Ergebnis für eine Überraschung sorgen.

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