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Möhlin gewinnt erstes Auswärtsspiel – Nicolas Bamert begeistert mit Traumabwehrquote

Im ersten Auswärtsspiel besiegt der TV Möhlin vor 150 Zuschauern Birsfelden deutlich mit 28:22 (15:12). Neben einem starken Kollektiv überzeugte auch Nicolas Bamert. Die Nummer zwei im Tor wehrte sagenhafte 58 Prozent der Bälle ab.

Christine Steck
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Nicolas Bamert mit Traumabwehrquote.

Nicolas Bamert mit Traumabwehrquote.

Michi Mahrer

Bamert übernahm wenige Minuten nach der Pause den Torhüterposten von Rok Jelovcan und parierte einen wichtigen Strafstoss, welcher Möhlin weiterhin die 2-Tore-Führung ermöglichte.

Manuel Csebits erhöhte danach zum 19:16 und entschärfte damit eine weitere entscheidende Phase in der Partie gegen die Mannschaft von Thomas Reichmuth. Die Birsfelder starteten zu Beginn solide und egalisierten den Rückstand nach fünf Minuten durch Mads Boie Thomsen zum 3:3.

Danach musste Remo Spänhauer auf die Bank, er foulte Manuel Csebits, welcher danach wurfstark zur erneuten Führung für Möhlin abschloss. Tin Tokic sah kurz darauf das verwaiste Tor und platzierte den Ball perfekt im gegnerischen Netz.

Auch sein zweiter Weitschuss in einer ähnlichen Situation in der 16. Minute zum 10:6 ärgerte den Gastgeber gewaltig. Birsfelden verlor langsam aber stetig den Anschluss, kam per umstrittenen Siebenmeter noch einmal auf ein Tor heran, aber danach bauten die Fricktaler ihren Vorsprung aus.

Zwar gelang dies nicht ohne offensive Pannen und die Zeitstrafen drückten auf den Personalbestand auf dem Feld, aber immer wieder tat sich ein Möhliner hervor und rettete die Angelegenheit.

So übernahm Florian Dormann die beiden nächsten Strafstösse und sicherte mit dem 11:8 resp. 12:8 wieder Polster, ehe die Gastgeber zum nächsten Treffer reüssierten. Insgesamt geizte der Gegner an diesem frühen Abend nicht mit unfairen Methoden, forderte die Möhliner Abwehr mit grenzwertigen Stürmerfouls und wurde zu milde bestraft.

Als dann Remo Spänhauer fünf Minuten vor der Pause auch noch Sebastian Kaiser niederrang, waren die Möhliner Fans ausser sich vor Wut. Immerhin gab es die Zeitstrafe für ihn und Birsfelden wurde etwas zurückgebunden. Pausenstand: 15:12 für den TV Möhlin.

Der TV Möhlin nach dem Sieg gegen Birsfelden.

Der TV Möhlin nach dem Sieg gegen Birsfelden.

Michi Mahrer

Nach der ersten Halbzeit lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch und Birsfelden schaffte zweimal den Anschlusstreffer, ehe Florian Doormann den wichtigen Treffer Nummer 18 und damit wieder die Zwei-Tore-Führung bescherte (38.).

Doormann ersetzte kurzfristig Patrik Vizes, welcher diese Woche an der Hand operiert wurde. Weshalb Verteidiger Doormann danach auf die Bank musste, war erneut ein fraglicher Entscheid, jedoch griff danach Nicolas Bamert ins Geschehen ein und parierte den nächsten Siebenmeter souverän.

Mit seinen folgenden Paraden hielt er sein Team hervorragend im Spiel. Die Möhliner Abwehr arbeitete insgesamt vorbildlich und geschlossen stark. Offensiv lief nicht alles nach Wunsch, aber Birsfelden zeigte seinerseits mehr Mühe, ihre Angriffe überhaupt abschliessen zu können.

So verloren die Gastgeber ab der 40. Minute immer mehr an Stabilität, an Spielreichtum und versuchten es nicht selten mit der Brechstange. Die führenden Fricktaler mussten einiges einstecken und abhaken, aber insgesamt lösten sie die taktischen Aufgaben mit viel Ausdauer und Moral.

Und man liess sich nicht aus dem Konzept bringen, wenn der Treffer aberkannt wurde, gelang es beim nächsten Angriff trotzdem (Kaiser in der 49. zum 23:18). Vielleicht war die Aktion in den Schlussminuten typisch für die ganze Partie, als Birsfelden beim versuchten Aufbau den Ball verhaspelte und Möhlin zum Gegenangriff verhalf.

Zoltan Cordas brachte noch den erst sechzehnjährigen Fabian Ceppi und zusammen mit der ersten Mannschaft durfte er danach ausgiebig den klaren Schlussstand von 28:22 und natürlich den heute überzeugenden Nicolas Bamert feiern.