Handball
Möhlin gewinnt Aargauer Derby gegen Zofingen

Im Heimspiel gegen den TV Zofingen gewannen die Fricktaler verdient 33:29. Der Start- Ziel-Sieg bringt für den Kampf um den Ligaerhalt entscheidende Zähler. Unter den Zuschauern weilte auch der designierte TVM-Trainer Zoltan Cordas.

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Philipp Wildi kämpft sich durch.

Philipp Wildi kämpft sich durch.

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Zu Beginn lieferten sich beide Mannschaften einen munteren Schlagabtausch im Torewerfen: Marcus Hock traf zum 1:0 und Armin Sarac glich für den TV Zofingen bald danach aus. Tin Tokic dirigierte den nächsten Part und schoss für seine Mannschaft immer wieder meisterliche Tore.

Zofingens Antwort darauf waren Armin Sarac aus dem Rückraum und das Bollwerk Robert Nieberg über den Kreis. In der 6. Minute konnte Zofingen mit einem Flügeltor durch Jan Peter das einzige Mal in Führung gehen. Möhlins Tokic erhielt danach die erste Zeitstrafe, da beide Verwarnungen schon ausgesprochen waren.

Dreimal gelb gegen Andreas Stierli

Die Taktik des TVM, bei Unterzahl mit der zusätzlichen Feldspieleroffensive zu agieren, zahlte sich danach mit zwei erzielten Treffern aus. In der 10. Minute wurde Andreas Stierli vom TVZ mit der ersten zwei- Minutenstrafe bedacht. Die wichtige Stütze offensiv, kassierte in der 36 Minute und in der 49 Minute dasselbe Verdikt und stand damit in den letzten Spielminuten nicht mehr im Einsatz.

Torhüter Aerni parierte einen nächsten Gegenstoss und Zofingen wurde anschliessend verwarnt. Die Thutstädter kämpften defensiv zu engagiert, was Marcus Hock zum ersten von fünf Penaltys und sensible Arbeit allein vor dem gegnerischen Tor bescherte. Der TV Zofingen hatte dieselben Boni an Siebenmeter zu bewältigen und dafür Sandro Sieber als ebenbürtigen Shooter eingesetzt.

In der 11. Minute machte Freitag seinen Part am Kreis und Möhlin lag nun mit vier Treffern vorne. Zofingens Männer gerieten nun spürbar verbal in Fahrt, begannen sich über Spielentscheide zu ärgern und äusserten dies kampfbetont. Viel Druck lastet auch auf ihren Schultern: Vierpunktespiel gegen Möhlin und drei schwierige Spiele in der Pipeline.

Als Sarac‘ Siebenmeter an der Latte abprallte, ergab sich ein Puzzlesteinchen mehr Luft für Möhlin, welche nun wieder gestärkt ihre Offensive neu formieren und beharrlich vorneweg ziehen konnte. In der 23. Minute kam Zofingen mittels Penalty zum 11:13 heran und der TVM haderte kurz.

Das war auch Coach Stadelmann nicht entgangen und er beorderte sein Team an den Rand. Wirthlin wurde danach abrupt gestoppt und Hock verwertete den erhaltenen Siebenmeter erfolgreich in Zofingens Netz. Mit Aernis parierten Würfen und den gezielten Treffern durch Stalder und Milovanovic, verzog sich dann die Heimmannschaft mit 16:13 in die Garderobe.

Die zweite Spielzeit verlief für den TV Möhlin ordentlich. Zwar versuchte sich Zofingens Tatarinoff immer wieder halblinks mit torgefährlichen Aktionen zu revanchieren, aber Möhlin liess offensiv nichts anbrennen. Erst zehn Minuten vor Schluss knickte das Skore ein, als Nieberg ein erstes, dann ein zweites Kreistor aus dem Stand in Aernis Kasten platzierte und Möhlin seine Konter nicht erfolgreich abschloss.

Das grosse Zofinger Theater

Gleichzeitig kamen die Gäste aber defensiv in Bedrängnis und kämpften mit zu harten Bandagen. Trainer Fabio Madia empfand die Abmahnungen als ungerecht und setzte sich zu temperamentvoll in Szene. Beim Stand von 27:26 und noch zehn Minuten zu spielen, resultierte aus diesem grande teatro ein doppeltes Feldspielerminus.

Die Fricktaler nutzten Zofingens Nervendebakel und bauten durch Wirthlin wieder aus. Der Grundstein für die Schlussphase wurde eingeläutet und mit viel Kampfwille und bedachten Spielzügen zum 33:29 zu Ende gebracht.