Handball

Möhlin verabschiedet sich mit Sieg gegen Baden vom Tabellenende

In den Genuss von Spannung pur bis zur Schlusssirene kamen die 420 Zuschauer in der Steinli-Halle beim Aargauer Derby zwischen Möhlin und dem STV Baden. Mit dem neuerlichen 25:23-Vollerfolg gaben die Fricktaler die rote Laterne an Stans ab.

Nach dem Achtungserfolg vor Wochenfrist gegen den RTV Basel präsentierte sich der TV Möhlin im Heimspiel gegen den Kantonsrivalen und Aufsteiger STV Baden von Beginn weg spielfreudig. Angriff um Angriff rollte in der Startphase Richtung Gästekeeper Benjamin Kropf. Im Abschluss spielte der deutsche Topskorer Marcus Hock seine Klasse aus. Zur Spielmitte der ersten Halbzeit lagen die Fricktaler bereits mit 9:4 in Front und Baden-Trainer Andreas Steiner sah sich veranlasst, bereits ein Timeout zu nehmen.

«Wir hatten Mühe, ins Spiel zu finden. Dabei stiegen wir wohl mit zuviel Respekt in diese Partie», sagte der Badener Coach. Steiner stellte die Deckung in seinem Team um und dies zahlte sich aus. «Städtli» spielte unter der Regie des wurfstarken Thomas Stalder nun viel stärker auf und mit 7 Treffern in Folge sorgten sie für die Wende und lagen zwischenzeitlich mit 11:9 im Vordertreffen, nachdem die Fricktaler während 10 Minuten ohne Torerfolg blieben.

Hartumkämpfte Partie nach dem Seitenwechsel

In der 2. Halbzeit entpuppte sich der Möhlemer Schlussmann Michael Vogel als Mann des Spiels. Mal für Mal rettete der 33-Jährige sein Team mit tollen Paraden vor weiteren Gegentreffern und liess die Limmattaler verzweifeln. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zweier ebenbürtiger Mannschaften, wobei die Partie mehr von der Spannung als von der Qualität lebte. Jeder Ausgang schien bis zuletzt möglich.

In der spannenden Schlussphase setzten sich die Fricktaler knapp mit 25:23 durch und feierten den zweiten Saisonsieg in Folge und gaben die rote Laterne an Stans ab. «Nachdem wir in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich eingebrochen sind, spielten wir nach der Pause mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung defensiv viel besser auf. Dabei waren wir die glücklichere Mannschaft, wobei wir einmal mehr auf die Unterstützung unserer Fans zählen durften», sagte Vogel.

STV-Baden-Coach Andreas Steiner sprach von einer unglücklichen Niederlage: «Die zweifelhafte 2-Minute-Strafe gegen Yanick Schläpfer in der 58. Minute brach uns das Genick. Doch aufgrund der ungenügenden Chancenauswertung müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen, doch hätten wir gegen ein heimstarkes Möhlin sicher einen Punkt verdient». Trotz der Niederlage präsentierte sich der Aufsteiger auch in seinem 3. Spiel innert 7 Tagen in physischer Hinsicht von seiner besten Seite und hat sich in in der Nationalliga B etabliert.

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