Handball

Möhlin stürzt Zofingen mit einem 33:31-Sieg tiefer in die Krise

Kein Durchkommen für Zofingens Samuel Schärer gegen Marcus Hock (links) und Tobias Stalder.

Kein Durchkommen für Zofingens Samuel Schärer gegen Marcus Hock (links) und Tobias Stalder.

Die Mehlemer wahren mit dem achten Saisonsieg im zwölften Match den Anschluss an die Spitze in der Nationalliga B. Zofingen hingegen sieht die Felle davonschwimmen. Schon in der Halbzeit lag es klar zurück.

Es lief bereits die 57. Minute im Aargauer Derby zwischen Zofingen und Möhlin, als den Gastgebern der Anschlusstreffer zum 30:31 gelang. Langsam hatte sich das Team von Trainer Samir Sarac nach der Pause (14:19) wieder an die Gäste herangekämpft und besass nun sogar die Chance, eine späte Wende herbeizuführen. «Dann haben wir uns aber wieder – wie schon mehrmals in den letzten Wochen – einige dumme Fehler erlaubt», ärgerte sich TVZ-Topskorer Samuel Schärer, «das kannst du dir auf diesem Niveau nicht leisten.» So blieben die letzten 130 Sekunden ohne Tore und der TV Möhlin, der seit der 17. Minute immer geführt hatte, konnte seine Serie der Ungeschlagenheit auf sechs Partien ausbauen. «Nachdem wir in der ersten Hälfte klar die bessere Linie als unser Gegner hatten, haben wir uns in der zweiten Halbzeit das Leben selbst ein wenig schwer gemacht», analysierte Möhlin-Trainer Wolfgang Böhme, «obwohl nach der Pause nicht alle Leistungsträger ihren besten Tag erwischten, haben wir, denke ich, letztlich verdient gewonnen.»

In der ersten Viertelstunde verlief die Begegnung noch absolut ausgeglichen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil der TVZ mit seiner offensiven Verteidigung Erfolg hatte und Ligatopskorer Marcus Hock einige Zeit brauchte, um sein Visier richtig einzustellen. Erst der fünfte Wurf des Shooters aus dem Feld war ein Volltreffer. Diesem liess der Deutsche aber sogleich zwei weitere Tore folgen, was zur ersten grösseren Differenz führte. Nun übernahm der mit enorm viel Offensivpower ausgestattete Gast das Spieldiktat, bestrafte jeden Fehler der Thutstädter und zog bis zum Seitenwechsel auf 19:14 davon.

Diesen Vorsprung verwalteten die viel über Kreisläufer Robin Brugger spielenden Fricktaler zu Beginn des zweiten Abschnitts relativ souverän, bis nach 50 Minuten etwas der Faden riss. Die Aufholjagd der Einheimischen war aber nicht nur den Schwächen der Gäste zu verdanken, sondern auch der eigenen kämpferisch einwandfreien Leistung. Und hätten in den letzten Minuten nicht noch die Nerven einen Streich gespielt, hätte sich der TVZ selbst belohnen können.

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