Handball

Möhlin mit Blitzstart, Suhr Aarau mit souveräner Antwort – letztere gewinnen

Der HSC Suhr Aarau gewinnt auch das NLB-Derby gegen den TV Möhlin am Ende klar mit 35:26. Damit behält der Aufstiegsfavorit nach acht Runden seine weisse Weste.

Der TV Möhlin setzte sich im Schweizer Cup überraschend gegen GC/Amicitia durch. Diesen Schwung nahmen die Fricktaler gleich mit in die Schachenhalle und überfuhren den HSC Suhr Aarau zu Beginn. Nach fünf Minuten lagen die Gäste mit 5:1 in Führung und Suhrs Trainer Patrik Fend nahm ziemlich verärgert ein erstes Time-out, um seine Mannschaft neu zu justieren.

Auch den Ausfall von Kaufmann weggesteckt

Danach lief es den Gastgebern und Favoriten etwas besser, doch nach wenigen Minuten folgte der nächste Rückschlag: Misha Kaufmann fasste sich im Gegenstoss auf einmal an den rechten Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss stand einer der Routiniers den Suhrern nicht mehr zur Verfügung.

Dennoch übernahm Suhr Aarau jetzt das Zepter und legte seinerseits mit drei Längen vor. Unmittelbar vor der Pause war die Moral von Möhlin dann vollends gebrochen: Patrick Romann musste sein Solo bereits auf der Mittellinie abschliessen, weil sonst die Sirene den Konter abgebrochen hätte. Doch selbst dieser Weitschuss fand den Weg in die Maschen. Dieser Ball hätte nie im Tor von Michael Vogel landen dürfen.

Nach dem Seitenwechsel fiel die Entscheidung bereits nach fünf Minuten, als Suhr auf 20:14 wegziehen konnte und diesen Vorsprung auch nicht mehr preisgab. «Von diesen zehn Minuten nach der Pause konnten wir uns nicht mehr erholen», wusste auch Möhlins neuer Trainer Joachim Spross. Er übernahm nach dem spontanen Rücktritt von Handball-Legende Wolfgang Böhme in einer Zeit, in der viel Unruhe im Verein herrschte. «Der Trainer brauchte auch Zeit. Deshalb haben uns die zwei Wochen Pause sehr gut getan», meinte Marcos Hock, der zum einen als Assistenztrainer agiert und zum anderen immer noch einer der besten Shooter seines Teams ist. Auch gegen Suhr Aarau gelangen dem ehemaligen Torschützenkönig der 2. Bundesliga 13 Treffer. Damit war er erneut der klar beste Werfer auf dem Platz.

Steigerung jederzeit möglich

Die Gastgeber konnten sich schnell von der kurzen Schwächephase gleich zu Beginn der Partie erholen und danach ihre unglaubliche Pace auch diesmal bis zur 60. Minute durchziehen. Möhlin gelang dies nicht, dafür steckte der Cup-Fight über 70 Minuten gegen die Stadtzürcher vom Mittwoch noch zu sehr in den Knochen. Damit stehen die Suhrer nach acht Partien weiter mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze der NLB. «Wichtig ist, dass wir auch in solchen Phasen wie zu Beginn der Partie ruhig bleiben. Wir können unser Level halten oder uns sogar noch steigern», sagte Suhr Aarau Trainer Patrik Fend.

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