Unihockey

Mittellands Rückkehr in die NLA wird kein Spaziergang

Bisher hat die Mannschaft von Mittellands Trainerduo Daniel Moser (links) und Olle Thorsell ihr Potenzial noch nicht vollends ausgeschöpft.

Bisher hat die Mannschaft von Mittellands Trainerduo Daniel Moser (links) und Olle Thorsell ihr Potenzial noch nicht vollends ausgeschöpft.

Mittellands Trainer Daniel Moser bilanziert die erste NLB-Qualifikationshälfte. «Wir wollen unter die Top-3 und danach in den Playoffs möglichst weit vorstossen», sagt der 32-jährige Aarburger.

«Auf den ersten Blick sieht das nicht schlecht aus», antwortet Daniel Moser auf die Frage, ob man bei Unihockey Mittelland nach Abschluss der ersten NLB-Qualifikationshälfte mit dem zweiten Tabellenplatz zufrieden ist. 19 Punkte hat sich der Absteiger der vergangenen Saison bisher erkämpft und liegt damit im Fahrplan. «Wir wollen unter die Top-3 und danach in den Playoffs möglichst weit vorstossen», sagt Moser. Der 32-jährige Aarburger, der gemeinsam mit Olle Thorsell das Traineramt bei UM ausübt, betont aber, dass ein Aufstieg nicht planbar sei. «Das ist schwierig. Damit das gelingt, muss einiges passen – und es braucht immer etwas Glück dazu», sagt Moser.

Dass die Rückkehr in die höchste Schweizer Unihockeyliga kein Spaziergang wird, bestätigte sich am letzten Wochenende. Die Mittelländer bezogen in den Spitzenspielen gegen Davos und Sarnen je eine knappe Niederlage, worauf sie die Tabellenführung an die Innerschweizer abtreten mussten. Besonders der schwache dritte Abschnitt seiner Spieler gegen Davos ärgert Daniel Moser noch heute. «Wir waren von Beginn weg parat und laufen im letzten Drittel in drei Konter rein. Das ist bitter», erzählt er. In den vorangegangenen Saisonspielen zeigte sich jeweils das umgekehrte Bild – nach 40 eher dürftigen Minuten steigerten sich die Mittelländer im Schlussdrittel und fuhren so die drei Punkte ein. «Die zwei Niederlagen zeigten mir, dass wir über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung abrufen müssen. Sonst reicht es selbst in der Nationalliga B nicht, um gegen die Spitzenteams zu bestehen», warnt Daniel Moser.

Reaktion zeigen

Die fehlende Konstanz ist ein wesentlicher Punkt, an dem das UM-Trainerduo mit seinen Spielern arbeiten will. Denn Luft nach oben sei vorhanden, wie Daniel Moser erklärt. «Ich sehe grosses Potenzial. Wenn jeder seine Leistung abruft, werden wir unser Saisonziel ohne Probleme erreichen», ist er überzeugt. Nur: den Schalter einfach so umlegen zu können sei keine einfache Aufgabe – zumal Mittelland angesichts des für NLB-Verhältnisse stark bestückten Kaders in jedem Spiel in der Favoritenrolle steckt. «Unsere Gegner sind doppelt motiviert, weil alle den Absteiger bezwingen wollen», sagt Moser. Da sei die Gefahr gross, das Team auf der Gegenseite zu unterschätzen. «Manchmal fehlte der letzte Funken an Motivation, aber das ist Einstellungssache», bemängelt Moser.

Weil Mittelland sein Potenzial nicht vollends ausgeschöpft hat, blickt Daniel Moser dem weiteren Meisterschaftsverlauf jedoch gelassen entgegen. «Ich habe nichts dagegen, wenn wir erst in den Playoffs den Knopf öffnen. Das wäre umso schöner», sagt Moser. Zunächst soll UM vor der Nationalmannschaftspause anfangs Dezember auf die Erfolgsstrasse zurückkehren. Am Samstag (18 Uhr) erwartet Daniel Moser in Sargans eine Reaktion auf die zwei Niederlagen, ehe eine Woche später im Derby gegen Langenthal Aarwangen Selbstvertrauen getankt werden soll. «Solche Spiele muss man gewinnen, sonst macht das doppelt weh», sagt Moser.

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