NLB Unihockey
Mittelland will nach Umbruch in die Playoffs

Nach dem knapp verpassten Aufstieg in die NLA gab es bei Unihockey Mittelland viele Wechsel.

Tobias Schalk
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Unihockey Mittelland 2015/16 (hinten von links): Ladina Merian (Physiotherapeutin), Severin Merian, Pascal Schenk, Dominik Rhiner, Janosh Schürmann, Philipp Lachenmeier (Material). Mitte: Renato Wyss (Trainer), Severin Pauli, Pascal Richner, Yannick Zwirner, Kristaps Vaicis, Daniel Baumann, Jürg Merian (Sportchef). Vorne: Marc Wyss, Jonas Niggli, Dominic Mucha, Mathieu Unternährer, Tobias Schalk, Manuel Mucha, Marius Flury, Michael Tschanz. Es fehlen: Nicolas Burgherr, David Gassmann, Mihails Kostusevs, Roman Pass und Jürg Schneeberger. zvg

Unihockey Mittelland 2015/16 (hinten von links): Ladina Merian (Physiotherapeutin), Severin Merian, Pascal Schenk, Dominik Rhiner, Janosh Schürmann, Philipp Lachenmeier (Material). Mitte: Renato Wyss (Trainer), Severin Pauli, Pascal Richner, Yannick Zwirner, Kristaps Vaicis, Daniel Baumann, Jürg Merian (Sportchef). Vorne: Marc Wyss, Jonas Niggli, Dominic Mucha, Mathieu Unternährer, Tobias Schalk, Manuel Mucha, Marius Flury, Michael Tschanz. Es fehlen: Nicolas Burgherr, David Gassmann, Mihails Kostusevs, Roman Pass und Jürg Schneeberger. zvg

Markus Wolf

«Das wird kein Selbstläufer», macht UM-Trainer Renato Wyss angesprochen auf die Qualifikation für die Playoffs klar. Es werde grossen Einsatz von allen benötigen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Nach einer Spielzeit, in der das Fanionteam nur knapp am Aufstieg gescheitert war, mag dies als Tiefstapelei abgetan werden. Vergegenwärtigt man sich jedoch den Aderlass, den die NLB-Equipe während der Sommerpause zu verkraften hatte, so erscheint die genannte Zielsetzung als ambitioniert.

Wurde am Ende der letzten Saison noch von einer Handvoll Abgängen ausgegangen, so erhöhte sich diese Zahl kontinuierlich. Kurz vor dem Start des Sommertrainings ereilte UM auch noch der Transferwunsch von Torhüter Jan Binder und Verteidiger Adam Stegl, welche es nach Schweden zog. Die Erkenntnis, dass die elf Abgänge nicht gleichwertig ersetzt werden können, war schnell gereift. Dank zehn Zugängen konnte die «Transfer-Waage» zumindest quantitativ in Balance gehalten werden.

Das Rezept von Sportchef Jürg Merian lautete mit einigen erfahrenen Kräften und mehreren Talenten das bestehende Gerüst um Roman Pass, Manuel und Dominic Mucha sowie Daniel Baumann zu ergänzen. So ist es ein Septett an Talenten geworden, das den Weg zu Mittelland gefunden hat. Jeder Einzelne bringt seine Qualitäten mit, aber muss diese nun auf NLB-Niveau beweisen. Das neu verpflichtete Lettland-Duo Mihails Kostusevs (ULA) und Kristaps Vaicis (Berlin) soll mit Erfahrung punkten. Zweiterer zeichnet als Fitnessinstruktor zudem für die physische Konstitution der Equipe verantwortlich. Auf der Goalieposition wurde der Seeländer Mathieu Unternährer verpflichtet, der bereits über eine Saison NLB-Erfahrung mit Ticino verfügt.

Angesichts der zahlreichen Wechsel dämpft Renato Wyss die Erwartungen: «Wir brauchen noch Zeit, um endgültig zusammenzuwachsen. In Bereichen wie Technik und Taktik sind wir noch nicht so weit, wie ich mir das vorstelle.» Die Teilnahme am Sparkassen-Cup in Wernigerode (De) vor zwei Wochen lieferte dem 49-Jährigen wertvolle Aufschlüsse über den aktuellen Stand der Truppe. So offenbarte sich ihm, dass Mittelland in gewissen Phasen hervorragendes Unihockey praktiziert, aber zu oft Ausreisser gegen unten aufweist. Nachdenklich stimme ihn, dass es seiner Mannschaft noch zu selten gelinge, einen Ausweg aus Schwächeperioden zu finden. Insbesondere wenn die Routiniers für einmal nicht ihre gewohnte Leistung abrufen können, fehle es an Alternativen. Positiv stimmt den Trainer hingegen, dass «das Team lebt». Im Vergleich mit der vergangenen Saison herrsche ein sehr guter Zusammenhalt.

Zusammenfassend bezeichnet der Coach die Ausgabe 2015/16 als «Wundertüte». Man könne an guten Tagen mit der Spitze mithalten, an schlechten jedoch gegen Kellerkinder Mühe haben. Dass sich sein Team am Ende ebenfalls dort wiederfindet, davor hat Wyss aber keine Angst. Mit dem Wissen, dass die unerfahrene Truppe Zeit zur Entwicklung braucht, blickt Wyss dem Saisonstart zuversichtlich entgegen. Zum Auftakt wartet mit Sarganserland eine erste Bewährungsprobe.