HSC Suhr Aarau
Mit viel Treue und grossen Ambitionen

Der neue Sportchef Mike Conde will den HSC Suhr Aarau zu einer festen Grösse in der Nationalliga A machen.

Ruedi Kuhn
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Der HSC Suhr Aarau soll wieder ganz oben mitmischen können.

Der HSC Suhr Aarau soll wieder ganz oben mitmischen können.

foto-net / Alexander Wagner

Der HSC Suhr Aarau ist wie eine grosse Familie. Ob in guten oder in schlechten Zeiten: Man respektiert sich. Man schätzt sich. Man ist füreinander da. Man hilft, wo man kann. Und wer sich einmal für den erfolgreichsten Aargauer Handballklub entschieden hat, hält ihm die Treue. Jahrelang, oft jahrzehntelang. Natürlich ist das nicht immer so, aber im Fall von Mike Conde stimmt die schöne Geschichte. Und wie sie stimmt.

Mit dem Amtsantritt als Sportchef schliesst sich für den gebürtigen Suhrer, zweifachen Familienvater und Verkaufsleiter der Kreis. Als Elfjähriger löste der talentierte Junior beim TV Suhr Handball seine erste Spielerlizenz und lancierte die aktive Karriere. Nach der Zeit bei den Inter-A-Junioren schaffte er dann den Sprung in die erste Mannschaft und spielte während insgesamt fünf Jahren in der Nationalliga B.

Und jetzt, Jahrzehnte später, will der 52-jährige Conde beim HSC Suhr Aarau neben dem Spielfeld etwas bewegen. «Für mich ist der Verein eine Herzensangelegenheit», sagt er. «Ich freue mich auf die neue Aufgabe als Sportchef. Sie ist aber auch eine Herausforderung. Ich will nämlich, dass der HSC Suhr Aarau in der Nationalliga A zu einer festen Grösse wird.»

Wahrlich ein hohes Ziel. Conde, der den Ende November letzten Jahres zurückgetretenen Guido Frei abgelöst hat, geht sogar noch einen Schritt weiter und erklärt: «Ich möchte es im Verlauf meiner Tätigkeit schaffen, dass wir im Kampf um die Playoffs der besten vier Mannschaften ein Wort mitreden können.»

Klare Worte. Conde spürt spätestens seit der überraschenden Finalrunden-Qualifikation in dieser Saison, dass in den Reihen des HSC Suhr Aarau etwas Grosses heranwachsen kann.

Natürlich weiss er genau, dass das Gefälle innerhalb der Mannschaft momentan noch gross ist. Die Verantwortung liegt vor allem auf den Schultern der Torhüter Mihailo Radovanovic und Silen Locatelli und von Spielern wie Patrick Romann und Tim Aufdenblatten. Talente wie Raphael Rohr sollen erst einmal behutsam an die erste Mannschaft herangeführt werden, aber trotzdem möglichst viele Einsatzminuten erhalten.

Mike Conde, HSC Suhr Aarau

«Für mich ist der Verein eine Herzensangelegenheit.»

«Wir legen grossen Wert auf die Nachwuchsarbeit», sagt Conde. «Es muss uns in Zukunft gelingen, die richtige Mischung aus routinierten und erfahrenen sowie jungen und hoffnungsvollen Spielern zu finden.»

Die Hoffnung auf den ersten Erfolg

Die zwei Spiele zum Auftakt der Finalrunde gegen die Kadetten Schaffhausen (26:28) und gegen Pfadi Winterthur (24:25) haben gezeigt, welches Potenzial innerhalb der Mannschaft steckt. «Es waren beides bittere und vor allem unverdiente Niederlagen», sagt Conde. «Wir waren nahe an einem Punktgewinn.

Manchmal entscheiden Sekunden über Sieg oder Niederlage. Was uns in den entscheidenden Momenten noch fehlt, ist die Cleverness. Und natürlich braucht es in der Schlussphase jeweils auch das nötige Quäntchen Glück.» Vielleicht ist das Glück im Auswärtsspiel gegen Kriens-Luzern (Anpfiff: Sonntag, 16.30 Uhr) endlich einmal auf der Seite des Aussenseiters.

Es wäre der erste Erfolg des Aufsteigers in der Finalrunde. Und dieser Erfolg würde das Fünkchen Hoffnung auf einen Platz in den Playoffs aufrechterhalten.

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