Schiessen
Mit Speck fängt man Schützen

Anlässlich der Speckseiten-Abgabe durfte Mister Feldchef des Kantons Aargau, Werner Stauffer, von einem gelungenen Feldschiessen 2013 berichten. Das Wichtigste: Es passierten keine Unfälle.

René Birri
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Mit Stolz zeigten die Bezirksvertrete die gewonnen Speckseiten.

Mit Stolz zeigten die Bezirksvertrete die gewonnen Speckseiten.

René Birri

Einziger Wermutstropfen ist, dass der Kanton Aargauer schweizweit hinter Zürich platziert und somit auf den dritten Rang abgerutscht ist. Fazit dieses Rangwechsels: Der Präsident des Aargauer Schiesssportverband muss seinem Zürcher Kollegen eine Flasche Wein überreichen.

400 Pistolenschützen weniger

In diesem Jahr hatten im Kanton Aargau an die 400 Pistolenschützen weinger am Feldschiessen teilgenommen.

Dies ist darauf zurückzuführen, weil im Jahre 2012 der Bezirk Kulm das Feldschiessen zentral durchführte und für die Pistolenschützen extra einen Feldstand einrichtete.

Damit schossen auch viele 300m-Schützen mit der Pistole da das Feldschiessen. Viele Vereine hatten gute Ideen, um viele Personen jeglichen Alters für das Feldschiessen zu motivieren.

Doch gibt es auch etliche Vereine, die etwas mehr machen könnten. Doch im grossen und ganzen funktioniert es im Aargau sehr gut.

56 Speckseiten wurden abgegeben

Viele Vereine erhalten infolge des neuen Reglements zum ersten Mal eine herrlich mundende Speckseite.

Nach den Bestimmungen erhält eine Speckseite, wer eine Steigerung gegenüber des Vorjahres von mindestens 15 Schützen an den Tag legen kann. Vereine welche über 200 Schützen motivieren können erhalten zwei, und solche mit über 300 Teilnehmern sogar drei Speckseiten.

Bei den Pistolenvereine erhalten bei über 150 Teilnehmer eine, und bei über 200 Schützen zwei Speckseiten. Die grösste Beteiligung bei den 300m-Vereinen erreichte mit 342 Schützen wieder einmal mehr Boswil vor Bünzen, welche 327 Teilnehmer hatte. Die SG Dürrenäsch liegt mit 244 Besuchern auf dem dritten Rang.

Den grössten Zuwachs von 114 Schützen hatte Tennwil vor Bünzen, welche nur zwei Schützen weniger hatte.

Muri vor Reinach

Die Rangliste der grössten Beteiligung bei den Pistolenschützen führt Muri mit 230 Teilnehmern vor Reinach, welche 197 Schützen motivieren konnten. Auf dem dritten Rang folgt Endingen. Hier schossen 153 Pistoleure das Feldschiessen. Die grösste Zunahme von sage und schreibe 138 Schützen konnte Muri an den Tag legen.

Feldschiessen 2014 nach der Auffahrt

Der grösste Breitensportanlass der Schweiz findet im kommenden Jahr am 30./31. Mai und 1. Juni statt. Das ist das Wochenende nach Auffahrt. Der Kantonale Feldchef rief die Organisatoren im Aargau dazu auf, möglichst grosse Vorschiessen anzubieten.

Werner Häusermann, Präsident des Aargauer Schiesssportvereins gratulierte den Speckseitengewinnern. Er rief dazu auf, am 22. September bei der Wehrpflichtinitiative ein Nein in die Urne zu werfen. Sollte diese Initiative angenommen werden, wäre es um das Feldschiessen geschehen.