Wasserspringen
Mit Silbersprüngen an die Junioren-EM nach Polen

Dass die Wasserspringerinnen des Schwimmclubs Aarefisch Vivian Barth und Carmen Gloor für den internationalen Titelkampf gerüstet sind, bewiesen sie an der Schweizer Sommermeisterschaft im heimischen Sprungbecken in Aarau.

Carla Stampfli
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Wasserspringerin Vivian Barth, Aarefisch.
Wasserspringerin Vivian Barth, Aarefisch.
Wasserspringerin Vivian Barth, Aarefisch.
Wasserspringerin Vivian Barth, Aarefisch. Hier beim eintauchen vor den gestrengen Kampfrichtern.
Wasserspringerin Carmen Gloor, Aarefisch. © Alexander Wagner

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Alexander Wagner

Der Cheftrainer des organisierenden Schwimmclubs Aarefisch Michael Barth beobachtet seine Schützlinge während des 1-m-Finals vom Beckenrand aus. Er motiviert sie und sagt ihnen, auf was sie beim nächsten Sprung zu achten haben.

Der letzte Sprung steht an, Carmen Gloor schliesst die nationalen Titelkämpfe als Erste der sechs Finalteilnehmerinnen ab. Der eineinhalbfache Salto rückwärts mit einer halben Schraube gelingt der 14-Jährigen nahezu perfekt.

Kurze Zeit später taucht ihre Klubkollegin mit einer ganzen Schraube mehr elegant ins Wasser. Cheftrainer Barth strahlt und klatscht erfreut in die Hände. «Das war ein super Abschluss. Ich bin sehr zufrieden», sagt Barth, der die beiden auch in Polen betreut.

Für Gloor wird es der erste internationale Titelkampf sein. «Die Schweizer Meisterschaft war ein letzter Test vor der Junioren-EM. Vom 3-m-Brett konnte ich sogar meine Bestleistung abrufen.

Ich bin sehr zufrieden», erklärt die Schülerin der Sportschule Buchs-Rohr. Etwas ruhiger und gelassener möchte die 16-jährige Barth in Poznan an den Start gehen. «Im Final war ich fast zu verbissen, weil ich den SM-Titel verteidigen wollte. Meine Ausführungen hätten schon ein bisschen besser sein können.

Es war aber eine gute Übung, um ein letztes Mal die Sprünge zu testen», sagt die Küttigerin, die am ersten Tag der Meisterschaft vom Panathlon-Club Aargau für ihre bisherigen Leistungen mit einem Scheck belohnt wurde.

Doch nicht nur die JEM-Teilnehmerinnen, sondern auch die beiden jüngeren Aarefische Michelle Heimberg und Noah Ludin machten mit ihrem Einsatz auf sich aufmerksam. Die ehemalige Kunstturnerin, die erst im Herbst mit dem Kunstspringen begonnen hat, klassierte sich mit einem einfacheren und sauberen Programm auf dem 9. Schlussrang.

Ebenso der 11-jährige Ludin, der als jüngster Teilnehmer der Elite-SM vom 3-m-Brett Erfahrung sammelte. «Mit den beschränkten Trainingsmöglichkeiten, die wir haben, bin ich stolz, wie sie alle abgeschnitten haben», erklärt der Cheftrainer.

Auch der Direktor von Swiss Diving, Hans-Peter Burk, zeigte sich über das Niveau der Junioren an der 1-m- und 3-m-Schweizer-Meisterschaft in Aarau erfreut. «Auch dank der Initiativen der Trainer sind wir im Jugendbereich gut dabei.

Die Aufgabe ist nun, die Truppe in Zukunft beizubehalten», sagt Burk. Damit auch talentierte junge Wasserspringer wie Ludin und Heimberg nicht nur mit der Qualifikation für die Junioren-EM, sondern mit den Olympischen Spielen liebäugeln können. Barth und Gloor werden ab morgen Mittwoch in Polen diesem Fernziel ein wenig näher rücken.