Aargauer Sport-Gala

Mit «Rotschi» per Du – ein Querschnitt durch den Abend

An der Aargauer Sport-Gala in Baden applaudierten 400 Vertreter aus Sport, Politik und Wirtschaft dem Sportler des Jahres. Auch zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln gab es genügend Gelegenheiten.

Silvan Dillier, der neue Aargauer Sportler des Jahres, wurde live aus Paris in den Trafo-Saal zugeschaltet. Dort bereitet sich der 24-jährige Veloprofi auf seinen Einsatz im Etappenrennen Paris - Nizza vor.

Sportreporter Jann Billeter, der die Sport-Gala zum vierten Mal moderierte, fragte Dillier als erstes, was er gerade mache. «Ich habe die Zähne geputzt, liege in meinem Bett und warte darauf, dass ich schlafen gehen kann», lautete die ehrliche Antwort. Nach dem Applaus für die Wahl hatte der Weltmeister im Team-Zeitfahren nun auch die Lacher auf seiner Seite.

Ein Garant für gute Sprüche ist aber auch Billeter. Der Bündner stand Showgast Helga Schneider in nichts nach. Diese stellte sich den 400 geladenen Gästen als Gewinnerin der Wahl zur «Miss inaktiv» vor und widmete sich danach auf schonungslose Weise den körperlichen Problemzonen einer 50-jährigen Frau.

«Am Morgen entfalte ich mich als erstes vor dem Badzimmer-Spiegel», meinte die Kabarettistin. Billeter sagte danach, er teile sich mit ihr die Garderobe und bete dafür, dass Helga beim Ausziehen der Trainerhosen keine Hilfe benötige.

Silvan Dillier erneut Aargauer Sportler des Jahres

Mutter Verena Dillier: «Das zeigt, dass seine Leistungen estimiert werden»

Ins Staunen kam der Moderator, als er den Anzug von Freddy Blatter begutachtete. Der 65-jährige Tennislehrer, der von den Sportjournalisten für «besondere Verdienste im Sport» ausgezeichnet wurde, trug das Daviscup-Jacket. Das Gleiche habe auch «Rotschi», sagte Blatter und machte mit diesem Hinweis auf Federer klar, dass er auch zu den ganz Grossen der Szene den direkten Draht hat.

Philipp Keller, Direktor der Hirslanden Klinik Aarau, freute sich auf das gemeinsame Foto mit Eishockey-Olympiaheldin Julia Marty. Er habe ihr im Vorjahr bereits die Blumen überreicht für die Bronze-Medaille in Sotschi. Als er sie beim Apéro darauf hinwies, entgegnete Julia: «Nein, das war meine Zwillingsschwester Stefanie.»

Ganz klare Vorstellungen über den Foto-Mitstreiter hatte derweil Weltcup-Skiakrobat Dimitri Isler aus Tennwil. Unbedingt mit Mammut-CEO Rolf Schmid wollte er aufs Bild. Die Erklärung folgte bei Fuss: Isler machte bei Mammut seine (Sportler-)Lehre.

Meistgesehen

Artboard 1