Fussball
Mit Remo Staubli geht dem FC Aarau ein Stückchen Zürcher Glamour verloren

Vor zwei Wochen hat Remo Staubli seinen sofortigen Rücktritt vom Profi-Fussball bekannt gegeben. Im Aarauer Brügglifeld hat der 25-jährige Flügelspieler trotz zahlreicher Verletzungspausen seine Spuren hinterlassen. Die Teamkollegen erinnern sich.

Jonas Burch und Dean Fuss
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Remo Staubli (rechts) lässt sich von Sandro Burki (links, hinten) und Alain Schultz feiern.

Remo Staubli (rechts) lässt sich von Sandro Burki (links, hinten) und Alain Schultz feiern.

Foto Wagner

Ein letztes Mal noch. Bei einem Abschieds-Essen liessen die FCA-Teamkollegen kürzlich die schönsten Momente von Remo Staubli im Aarau-Dress aufleben. Trotz seiner fast endlosen Verletzungszeit hat der 25-Jährige im Brügglifeld seine Spuren hinterlassen.

2011 war er zum FC Aarau gestossen – in einer Zeit, in der sich die Mannschaft an den grauen Challenge-League-Alltag gewöhnen musste und weit weg von Aufstiegs-Träumen war. 54 Spiele hat er in den knapp drei Jahren absolviert und dabei 17 Tore erzielt.

Zwei Super-League-Tore für das Hobby-Model

Als Krönung stieg das Hobby-Model letzte Saison endlich in die Super League auf und markierte zwei Tore. Abseits des Rasens war es Staublis unbeschwerte und offene Art, die den Mitspielern in Erinnerung bleibt. Auf dem Platz vermissen seine Ex-Kollegen seine Power und den Offensivdrang.

Am meisten geht dem FC Aarau aber eines verloren: ein Stückchen Zürcher Glamour. Seine Ex-Kameraden erinnern sich bestens daran und plaudern am Rande ihres Trainings auf der Zehndermatte in Gränichen mit einem Augenzwinkern aus dem Nähkästchen.

Alain Schultz, Offensivspieler «Remo war im Training immer top gestylt. Seine modische Ledertasche, die er ständig ins Training schleppte, brachte ihm viele Sprüche ein, über die er auch selber lachen konnte.»
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Sandro Burki, Captain «Remo ist ein richtiger Zürcher. Im positiven Sinne. Immer stylisch, offen und lustig. Seinen Rücktritt hat er bereits beim Weihnachtsessen angedeutet. Wir hatten seither oft darüber gesprochen. Uns geht viel Power verloren.»
Olivier Jäckle, Verteidiger «Der Sonnyboy schlechthin. Ohne Frisur ging er nach dem Training nie nach Hause. Anfänglich habe ich mit Remo nicht viel Zeit verbracht, zum Schluss hat sich das geändert.»
Bruno Martignoni, Verteidiger «Man spürt in der Kabine, dass Remo nicht mehr dabei ist. Mir hat er damals bei meiner Ankunft beim FC Aarau viel geholfen, mich unterstützt und das ganze Umfeld gezeigt.»

Alain Schultz, Offensivspieler «Remo war im Training immer top gestylt. Seine modische Ledertasche, die er ständig ins Training schleppte, brachte ihm viele Sprüche ein, über die er auch selber lachen konnte.»

Emanuel Per Freudiger