Fussball

Mit Mut aber ohne Überzeugung: Wohlen verliert in Winterthur

Duell der beiden Teamcaptains: Wohlens Michael Winsauer (dunkles Dress) gegen Patrick Bengondo. Rubu.

Duell der beiden Teamcaptains: Wohlens Michael Winsauer (dunkles Dress) gegen Patrick Bengondo. Rubu.

Die Wohler reisen trotz starker Leistung ohne Punkte ins Freiamt zurück. In der Challenge-League-Partie gegen den Favoriten Winterthur müssen sich die Aargauer mit 0:1 geschlagen geben und bleiben damit weiter Tabellenletzter.

Es war kein berauschendes Fussballfest, welches die 1000 frierenden Zuschauer auf der Schützenwiese geboten bekamen. Auf dem tiefen Terrain tat sich Favorit Winterthur gegen den kämpferisch einwandfreien Underdog aus Wohlen schwer. Patrick Schulers 1:0 nach 71 Minuten bedeutete die Entscheidung. Damit bleibt der FC Wohlen auf dem zehnten und letzten Rang sitzen.

Der FC Wohlen begann mutig

FCW-Trainer David Sesa schickte seine in letzter Zeit sportlich arg gebeutelten Wohler offensiv ausgerichtet in die Partie. Mit den beiden Stürmern Paiva und Bjielic und nur drei nominellen Verteidigern wollte man den Favoriten ärgern. Und die Rechnung ging lange Zeit auf. Winterthur hatte zwar mehr Ballbesitz, die Freiämter aber die erste Grosschance. Nach 23 Minuten durfte Paiva zum Foulpenalty antreten - FCW-Hüter Leite hatte Lika gelegt. Doch Paiva trat den Elfer dermassen schlecht, dass Winterthur-Hüter Leite gar nicht anders konnte als die Null festzuhalten. Nach dieser Szene übernahm Winterthur das Zepter mit jeder Minute mehr, Aratores Freistoss an die Querlatte (25.) war jedoch die einzige Quasi-Ausbeute in den ersten 45 Minuten. Auf Wohler Seite vergab erneut Paiva (38.) eine sehr gute Möglichkeit. Folgerichtig wechselten die Teams torlos die Seiten.

Powerplay des Gastgebers

Nach der Pause fiel nicht nur der kalte Regen intensiver. Winterthur schaltete gegen die nun defensiver einstellten Freiämter einen Gang höher. Und kam zu Chancen. So zehn Minuten nach dem Seitenwechsel, als das 1:0 in der Luft lag. Das Tohuwabohu vor Wohlens untadeligem Goalie Tahiraj konnten Winterthurs Topskorer Bengondo und Co. jedoch nicht ausnützen. In der Folge zogen die Winterthurer phasenweise ein regelrechtes Powerplay auf. Doch man wurde den Verdacht nicht los, dass das Heimteam den Tabellenletzten unterschätzte. «Ach was», so Winterthur-Trainer Boro Kuzmanovic nach Spielschluss, «wir haben Wohlen ganz sicher nicht unterschätzt. Die haben schliesslich auch ein paar gute Spieler im Team.»

Siegtreffer durch Schuler

Nun denn, nach 71. Minuten lenkte Winterthurs Patrick Schuler mit dem längst überfälligen 1:0 die Partie in die entscheidende Richtung. In den Schlussminuten stemmten sich die Freiämter zwar vehement gegen die drohende Niederlage. Die Abschlussversuche von Kakoko (84.) und Paiva (87.) waren jedoch zu harmlos.

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