Handball NLA

Mit Heimvorteil in die Playoffs? Der HSC Suhr Aarau startet in die Schlussphase der Finalrunde

Aarau, 13.03.2019. Sport, Handball, NLA: HSC Suhr Aarau - Wacker Thun. Martin Skvaril (links, Suhr) gegen Nicolas Raemy (rechts, Wacker). Copyright by: Alexander Wagner Handball, NLA, Saison 2018 / 2019: HSC Suhr Aarau - Wacker Thun

Der HSC Suhr Aarau empfängt am Sonntag (16:00 Uhr) St. Otmar St. Gallen.

Aarau, 13.03.2019. Sport, Handball, NLA: HSC Suhr Aarau - Wacker Thun. Martin Skvaril (links, Suhr) gegen Nicolas Raemy (rechts, Wacker). Copyright by: Alexander Wagner Handball, NLA, Saison 2018 / 2019: HSC Suhr Aarau - Wacker Thun

Mit der Partie gegen St. Otmar St. Gallen startet der HSC Suhr Aarau am Sonntag (Anpfiff: 16 Uhr) in der Schachenhalle in die Schlussphase der NLA-Finalrunde. Noch liegt der HSC auf dem dritten Rang, der im Playoff-Viertelfinal den Heimvorteil mit sich bringt.

Er wird oft bemüht, häufig beschworen und immer wieder zitiert: der Heimvorteil. So auch rund um den HSC Suhr Aarau. Exponenten des Klubs führen den Heimvorteil in den vergangenen Tagen und Wochen regelmässig ins Feld.

Durch den hervorragenden Start der Aargauer in die NLA-Finalrunde mit gleich drei Siegen in Serie wurde der Heimvorteil für die Playoff-Viertelfinals plötzlich zu einer mehr als realistischen Option. Und ist es trotz zuletzt zwei Niederlagen in Folge weiterhin.

Trumpf im Ärmel

Der HSC ist drei Runden vor Abschluss der Finalrunde im dritten Tabellenrang klassiert. Allerdings: Der Vorsprung aufdas sechstplatzierte St. Otmar St. Gallen, den Gegner vom Sonntag, beträgt nur drei Punkte.

Im Kampf um den Heimvorteil in der entscheidenden Saisonphase hat der HSC sogar noch einen Trumpf im Ärmel: den Heimvorteil. Zwei der drei verbleibenden Partien der Finalrunde trägt Suhr Aarau in der heimischen Schachenhalle aus. Ein Blick in die Statistik fördert aber erstaunliches zutage:

Der HSC tut sich in der laufenden Saison zu Hause nicht unbedingt leichter als in fremden Hallen. In der Hauptrunde verbuchte Suhr Aarau sowohl in der Schachenhalle als auch auswärts je vier Siege und drei Niederlagen. In der Finalrunde waren es zu Hause bisher ein Sieg und zwei Niederlagen sowie auswärts drei Siege und nur eine Niederlage.

Warum also ist der Heimvorteil dennoch so wünschenswert? «In den Playoffs fehlt mir die Erfahrung, um diese Frage zu beantworten», sagt HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten. In der vergangenen Saison spielte er mit seinem Team zum ersten Mal überhaupt eine Playoff-Serie – und verlor diese gegen die Kadetten Schaffhausen mit 0:3 Siegen.

«Aber eines ist klar: Der Heimvorteil ist vor allem im Kopf wichtig. Haben wir ihn auf unserer Seite, heisst das auch, dass wir gegen ein Team spielen, demgegenüber wir besser klassiert waren. Das gibt ein gutes Gefühl», fügt Aufdenblatten an.

Auch finanziell interessanter

Der von der Mannschaft angestrebte Heimvorteil ist auch ganz im Sinne des Klubs beziehungsweise des Kassiers: Schliesslich generiert jedes zusätzliche Heimspiel Einnahmen durch Ticketing und Verpflegung. Kommt hinzu, dass bei jedem zusätzlichen Auswärtsspiel Kosten für die Anreise mit dem Mannschaftscar entstehen.

Für die Spieler steht in dieser Hinsicht viel mehr der Komfort im Fokus: «Jeder spielt viel lieber zu Hause. Erstens haben wir dann unser Publikum im Rücken und zweitens entfällt dann die Anreise», sagt Aufdenblatten. «Und», fügt der 23-Jährige an, «wenn du gleich das erste Spiel und auch ein allfälliges Entscheidungsspiel zu Hause bestreiten kannst, dann ist das schon eher ein Vorteil.»

Art und Weise der Niederlagen ärgern

Dass die HSC-Maschinerie, die zu Beginn der Finalrunde so unaufhaltsam wirkte, zuletzt ins Stocken geraten schien, bringt Aufdenblatten nicht aus der Ruhe. «Eigentlich ist es fast schon ein Kompliment an uns und unsere Leistungen, dass es so ein Thema ist, wenn wir in der Finalrunde zwei Mal in Serie verlieren», sagt er und schmunzelt.

In der Tat hat sich seine Mannschaft diesen Status selber erarbeitet. «Wir haben uns in erster Linie über die Art und Weise der beiden Niederlagen geärgert. Wir müssen das Selbstvertrauen und das Selbstverständnis wieder auf das Niveau hinbringen, das wir zu Beginn der Finalrunde hatten. Dann kommt es gut», sagt Aufdenblatten.

Die nächste Gelegenheit, das Niveau wieder anzuheben, bietet sich Aufdenblatten und Co. am Sonntagnachmittag. Will der HSC Suhr Aarau im Kampf um den Heimvorteil die gute Ausgangslage nicht aus der Hand geben, muss er das Heimspiel im Aarauer Schachen gegen St. Otmar St. Gallen (Anpfiff: 16 Uhr) gewinnen und die beiden Punkte holen.

Meistgesehen

Artboard 1