Ligaqualifikation

Mit hängenden Köpfen – und doch bleibt der TV Endingen optimistisch

Gabor Busa vom TV Endingen scheint nach Spiel 4 enttäuscht

Gabor Busa vom TV Endingen scheint nach Spiel 4 enttäuscht

Der TV Endingen verliert Spiel 4 der Playouts gegen GC Amicitia mit 17:21. In der Best-of-5-Serie steht es nun 2:2. Nun müssen die Surbtaler am kommenden Sonntag für die Finalissima gegen den Abstieg nach Zürich reisen.

Die Anzeigetafel in der GoEasy Arena in Siggenthal Station zeigt längst die Uhr- und nicht mehr die Spielzeit an. Von den 1280 Zuschauerinnen und Zuschauer ist kaum mehr einer in der Halle. Einzelne Spieler des TV Endingen besprechen die 17:21-Niederlage mit Freunden und Familie. Trainer Zoltan Majeri ist in ein längeres Gespräch mit Lukas Schubnell vertieft. Captain Christian Riechsteiner hängt die Sponsoren-Plakate hinter dem Tor ab. Alleine, mit hängenden Schultern und ausdruckslosem Gesicht.

Die grosse Enttäuschung ist in diesem Moment omnipräsent. Zwei Matchbälle hatten die Surbtaler nach den zwei Siegen zum Auftakt der Best-of-5-Serie gegen GC Amicitia. Beide sind nun weg. 2:2 steht es nach der Partie vom Samstag. Die Serie ist wieder ausgeglichen. In Spiel 3 sorgte eine fahrige Leistung für den Unterschied und die 20:24-Niederlage. Am Samstag in Spiel 4 waren es zehn schwache Minuten zum Schluss, die den Gastgeber den Sieg und den damit verbundenen Ligaerhalt kosteten.

«Uns sind die Ideen ausgegangen»: Sebastian Kündig vom TV Endingen analysiert die Niederlage gegen GC Amicitia

«Uns sind die Ideen ausgegangen»: Sebastian Kündig vom TV Endingen analysiert die Niederlage gegen GC Amicitia

16:16 lautete der Spielstand nach exakt 50 Spielminuten. Dann ging beim TVE plötzlich gar nichts mehr: Es folgte ein Feuerwerk an einfachen Ballverlusten durch technische Fehler und Fehlwürfe beziehungsweise Paraden des starken GC-Torhüters Noah Ineichen. Kurzum: Die Endinger scheiterten in der Schlussphase an sich selbst.

Reaktion ist dringend nötig

Das sieht auch TVE-Trainer Majeri so: «In den letzten zehn Minuten haben wir keine Leistung mehr auf die Platte gebracht», sagt er. «Zuvor hatten wir die Partie im Griff, aber in den entscheidenden Momenten haben wir nichts mehr auf die Reihe gekriegt. Alles was wir in den ersten 50 Minuten gut gemacht haben, haben wir in den letzten zehn Minuten schlecht gemacht. Unser Angriffsspiel war in dieser Phase inexistent. So kannst du nicht gewinnen.»

Klare Worte vom Mann an der Seitenlinie, der die Chancen seines Teams auf den Ligaerhalt aber auch nach der zweiten Niederlage in Serie nach wie vor gut einschätzt: «Das ist alles nur eine Frage der Mentalität, da passiert so viel im Kopf. Das war dieselbe Mannschaft, die vor zwei Wochen 29 Tore gegen denselben Gegner gemacht hat. Wir müssen jetzt das Momentum erzwingen, dann mache ich mir keine Sorgen», sagt Majeri. «Und wenn wir Spiel 5 nicht gewinnen, dann ist unser Platz in der NLB, dann gehören wir da auch hin. Aber ich bin überzeugt, dass wir eine Reaktion zeigen können.»

Eine Reaktion seines Teams ist auch dringend nötig, denn der Druck auf die Spieler wird in Spiel 5 – der Finalissima gegen den Abstieg – nicht kleiner werden. Wenn die Partie am kommenden Sonntag, 6. Mai, um 16.00 Uhr angepfiffen wird, dann gibt es keine Ausflüchte mehr – nur noch zwei Szenarien: Entweder der TV Endingen gewinnt und sichert sich den Ligaerhalt oder er verliert und steigt nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder in die NLB ab.

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