1. Liga Eishockey
Mit dem Rücken zur Wand: Die Argovia Stars verlieren erneut gegen Thun

Die Stars verlieren nach der 0:5-Auswärtsniederlage auch die zweite Partie gegen Thun mit 3:7. Nachdem die Stars in dieser Saison Thun zu Hause zwei Mal in die Schranken weisen konnten, blieben sie auch in der zweiten Play-off-Partie mit zu vielen individuellen Fehlern – damit droht das vorzeitige Saisonende.

Cedric Heer
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Seltener Höhepunkt: Neher trifft zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer.

Seltener Höhepunkt: Neher trifft zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer.

Franz Schefer

Bereits nach 90 Sekunden und der erstenChance der Gäste aus Thun musste Argovia-Goalie Heimann ein erstes Mal hinter sich greifen. Nachdem die Stars mit einer gefährlichen Doppelchance zwar gut in die Partie starteten, verwandelte Thun-Topskorer Reymondin einen Konter nach einem Punkverlust in der neutralen Zone kaltblütig.

Die Argovia Stars mit Michel Simmen scheiterten mehrmals am starken Thun-Schlussmann Steiner.
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Zu wenig: Die Stars bejubeln den zwischenzeitlichen Führungstreffer.
Argovia Coach Daniel Meier glaubt noch immer an ein Weiterkommen seiner Mannschaft.
Die Partie war vor allem im ersten und letzten Drittel von vielen Gehässigkeiten beider Mannschaften begleitet.
Rossel checkt Stars-Verteidiger Wälti, worauf dieser verletzt liegen bleibt.

Die Argovia Stars mit Michel Simmen scheiterten mehrmals am starken Thun-Schlussmann Steiner.

Franz Schefer

Unglücklich verlief die Partie für die Stars auch in der Folge. Für den Gesprächsstoff in der ersten Pause sorgte eine Szene aus der 11. Minute. Argovia-Verteidiger Thomas Wälti ging nach einem fairen Zweikampf auf offenem Eis zu Boden und verletzte sich dabei am Arm. Die Schwere der Verletzung blieb unklar. Wälti habe auch Minuten später kein Gefühl in den Fingern gespürt, weshalb er vorsichtshalber zur Abklärung ins Spital gebracht wurde.

Für rote Köpfe der Zuschauer sorgte vor allem das Verhalten der Schiedsrichter, die trotz mehreren Zeichen von Wälti das Spiel zunächst weiterlaufen liessen. «Die Schiedsrichter gefährden mit solchen Aktionen die Spieler, das darf es einfach nicht geben», waren sich die Zuschauer einig. Auch in der Folge stand das Schiedsrichtertrio mit einigen fragwürdigen Entscheidungen im Fokus.

Zu viele individuelle Fehler

Auf den Ausgang der Partie hatten die Unparteiischen indes keinen Einfluss. Zwar sträubten sich die Stars mit drei Toren in sechs Minuten im Mitteldrittel gewaltig gegen die Niederlage und gingen zwischenzeitlich gar in Führung (3:2), zu viele individuelle Fehler verhinderten aber aus Sicht der Heimmannschaft einen positiven Ausgang des Spiels. Allen voran Stars-Torhüter Heimann erwischten einen schlechten Abend – den zweiten, dritten und wohl auch vierten Gegentreffer ging auf sein Konto.

Somit stehen die Stars mit dem Rücken zur Wand. «Wir müssen vorwärts schauen und weiter an unsere Chance glauben», ist Stars-Trainer Daniel Meier vor dem entscheidenden Spiel am Samstag in Thun optimistisch.