Ringen
Meistertitel als perfektes Abschiedsgeschenk

An der 36. ordentlichen Generalversammlung der RS Freiamt kam es wie angekündigt zu einem Präsidentenwechsel -Sandro Vollenweider ersetzt Ralf Bucher. Zudem wurden zwei neue Ehrenmitglieder ernannt.

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Ralf Bucher tritt nach sieben Jahren ab und wir zum Ehrenmitglied ernannt.

Ralf Bucher tritt nach sieben Jahren ab und wir zum Ehrenmitglied ernannt.

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Eine solide finanzielle Basis, sportlich auf dem Zenit und ein intaktes Vereinsleben; welcher Präsident träumt nicht davon, seinem Nachfolger nach sieben Amtsjahren einen Verein in einem solchen Zustand zu übergeben. Beim abtrettenden Präsidenten der RS Freiamt, Ralf Bucher, trifft diese Tatsache unumwunden zu. Kommt dazu, dass in seiner Amtszeit im vergangenen Jahr das Trainingscenter in Aristau erneuert und vergrössert wurde.

Für ihn, der einst selbst auf der Matte stand, war natürlich der Mannschaftsmeistertitel vom Dezember ein perfektes Abschiedsgeschenk. Im Jahresbericht brachte er mit einem Zitat aus den Onlinemedien seine damalige Gefühlswelt auf den Punkt: „Wer vor zwei Monaten ein solches Szenario vorausgesagt hätte, wäre als fachunkundiger Träumer abgestempelt worden. Dass es trotzdem soweit kam, ist dem unerschütterlichen Selbstvertrauen einer jungen und unbekümmerten Mannschaft zu verdanken. Vor 1500 Zuschauern schrieb die RS Freiamt Aargauer Sportgeschichte“, zitierte er. Dieser Effort war der dritte Titel während seiner Amtszeit.

Die richtigen Personalentscheide

Weiter lobte Bucher die Zusammenarbeit mit seinen Vorstandskollegen. Mit ihnen zusammen sei es gelungen, den Verein so aufzustellen, wie er sich zurzeit präsentiere. Eine der Stärken des CVP-Grossrats und Nationalratskandidaten war sein Gefühl für die richtigen Personalentscheide. Diese Eigenschaft bewies er auch bei der Installation seines Nachfolgers. Sandro Vollenweider ist ein „Vollblut RS Freiämter“ und hat seine Führungsqualitäten mit dem Projekt „Erneuerung des Trainingscenters“ bereits bewiesen.

Bevor dieser zum Präsidenten gewählt wurde, präsentierte er den Anwesenden unter dem Traktandum „Bauabrechnung“ den Schlussbericht der Erneuerung des Trainingscenters“. Grundsätzlich sei alles nach Plan verlaufen. Es habe aber bei der Lüftung und der Vergrösserung der Garderoben Mehrkosten gegeben, so Vollenweider.

Dass die Finanzen im Lot sind, bestätigte Kassier Beat Hardegger. Die Jahresrechnung konnte mit einem Gewinn von Fr. 18‘000 gutgeheissen werden. Einer der Gründe für diese positive Zahl sei der Meistertitel der NLA-Mannschaft gewesen. „Die Einnahmen aus dem entscheidenden Finalkampf mit 1500 Zuschauern und der darauffolgenden Freiämter Ringernacht hätten nicht geplante Beträge in die Kassen gespült“, führte Hardegger aus.

Stefan Strebel ersetzt Sandro Vollenweider als Vorstandsmitglied

Beim Traktandum „Wahlen“ bedankte sich Bucher noch einmal bei seinen Vorstandskollegen und allen Helfern. „Es zahlt sich aus, sich für einen Verein zu engagieren. Ich habe die RS Freiamt immer mit Stolz vertreten“, meinte er, bevor er Sandro Vollenweider als neuen Präsidenten und Stefan Strebel als neues Vorstandsmitglied der Versammlung vorschlug.

Mit einem tosenden Applaus wurden diese gewählt. Bei seiner Amtsantrittsrede bestätigte Vollenweider, dass er den eingeschlagenen Weg beibehalten wolle und den Verein nach der Philosophie, wenn immer möglich auf eigene Kräfte zu setzen, führen werde. Beim Traktandum Ehrungen würdigte der frischgebackene Präsident noch einmal die Verdienste seines Vorgängers und liess diesen von der Versammlung mit einem kräftigen Applaus als Ehrenmitglied ernennen.

Ludwig Küng der Mister RS Freiamt

Als weiteres Ehrenmitglied schlug Ralf Bucher der Versammlung Ludwig Küng vor. Ludwig Küng, der aktuelle Freistil-Nationaltrainer, sei der Mister RS Freiamt schlechthin. Der zweifache Olympiateilnehmer sei schon 40 Jahre im Verein und habe grosse Verdienste an den sportlichen Erfolgen der vergangenen Jahrzehnte, so Bucher. Er sei einer der der schillerndsten Persönlichkeiten im Schweizer Ringsport und habe sich 1996 bei seinem legendären Sieg, Sekunden vor dem Gong, gegen Christoph Feyer beim Meisterschaftsfinale in Sense selbst ein Denkmal gesetzt, würdigte Bucher den Aristauer.

Bei der Dankesrede bekräftigte Küng noch einmal seine enges Band zur RS Freiamt. „Die RS Freiamt war und ist für mich immer noch wie meine zweite Familie. Als wir 1988 aus der NLA abstiegen, hatte ich Angebote aus dem In- und Ausland“, so Küng. Nach dem Motto „Einmal RS Freiamt immer RS Freiamt“ habe er keine Sekunde daran gedacht, den Verein zu verlassen.