Landhockey
Meisterfeier in Wettingen: Frauen und Männer gewinnen den Titel

Bei heissen Temperaturen trafen die zwei Dominatoren der Nationalliga A der Damen in Genf, Rotweiss Wettingen und die Black Boys, aufeinander. Die Herren mussten sich gegen Servette beweisen.

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Die Damen- und die Herrenmannschaft konnten den Titel gewinnen.

Die Damen- und die Herrenmannschaft konnten den Titel gewinnen.

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Die Wettinger gingen durch ein Tor von Bugmann in Führung, kurz vor Schluss konnten die Genferinnen aber noch den für sie wichtigen Ausgleich erzielen. So endete das Hinspiel mit einem 1:1. Am Sonntag stand das Rückspiel der Damen von Rotweiss an, das Ziel der Damen war klar den Meistertittel zu verteidigen.

Anfangs hatten die Wettingerinnen das Spiel unter Kontrolle, durch schönes Zusammenspiel gelangen die Rotweissen immer wieder vor das gegnerische Tor. Allerdings fehlte auch heute die Effizienz. Mit einer kurzen Ecke konnten die Damen bis zur Halbzeit mit 1:0 in Führung gehen. Das Spiel blieb bis zum Schluss spannend, die Genferinnen konnten aber mit einer kurzen Ecke den Ausgleich erzielen.

Dies war dann auch der Endstand der Partie, es ging also in das Penalty-Shootout. Dort trafen die ersten zwei Schützen von Wettingen, S. Schnyder und S. Wälti, die Torhüterin F. Wälti konnte ihren Kasten sauber halten. So war es dann schlussendlich E. Trösch, welche den entscheidenden Shootout schiessen musste, mit einer schnellen Bewegung und einem präzisen Schuss über die Schulter entschied sie die Finalpartie. Es gab kein Halten mehr bei den Frauen, die Meisterfeier konnte beginnen.

Genfer starten besser ins Spiel

Im Finalspiel der Herren standen sich der Vorrundendominator Rotweiss Wettingen und das Team aus Genf, Servette HC, gegenüber. In Genf starteten die Hausherren besser ins Spiel und wirkten selbstbewusst. Die Aargauer hingegen wirkten eher träge und das Spiel nach vorne wollte nicht gelingen.

In der Defensive schlichen sich einige Fehler ein, so dass Servette nach einer kurzen Ecke in die hohe rechte Ecke in Führung gehen konnte. Jetz schienen die Wettinger wacher, spielten mehr nach vorne. Die kurze Ecke wurde zwar zuerst von einem Genfer Spieler auf der Linie geklärt, doch Wassmer konnte nach einer scharfen Reingabe von R. Steffen den Ball unhaltbar ins Netz ablenken. Mit einem 1:1 ging es in die Pause.

Das Spiel nach vorne funktionierte immer besser, doch in der Rückwärtsbewegung lief nicht alles rund für die Wettinger, nach einem Missverständnis zwischen Torhüter und Verteidiger konnte der Stürmer aus Servette den Ball nur noch einschieben. Nach jedem Tor schien es so, als würden sich die Genfer wieder zurück ziehen und den Vorsprung verwalten wollen.

Die Rotweissen erhielten eine Ecke zugesprochen, diesmal wehrte der Mann auf der Linie den Ball aber mit dem Schienbein ab, was ein 7m bedeutete. Der sicherste Schütze im Team, Marco Michel, nahm sich den Ball und verwertete eiskalt im unteren rechten Eck. Wieder Ausgleich. Dieser hielt aber nicht lange, nach einem schnell ausgeführten Freischlag am Schusskreis und einem Ball quer durch den Schusskreis stand der Angreifer aus Servette am richtigen Ort und netzte ein.

Spielen trotz Nasenbruch

Wegen einen Foul musste ein Spieler der Genfer mit einer gelben Karte auf die Strafbank, Wettingen agierte in Überzahl. Wieder gelang es ihnen, eine kurze Ecke zu erzwingen. Nici Steffen traf perfekt in die rechte Ecke und das Spiel war zum dritten Mal ausgeglichen. Eine brenzlige Situation kurz vor Schluss, kurze Ecke gegen Wettingen, die erste Ecke mit dem Fuss abgelaufen von Hödle, die zweite stark pariert von Käufeler. Dann war Schluss, 3:3 hiess das Endresultat. Weil es im Hockey die Auswärtstorregel wie im Fussball nicht gibt, ist es eigentlich wie ein 0:0 in der Ausgangslage für beide Teams.

Im Rückspiel konnten die Wettinger auf den eigentlich «verletzten» Steimer zurückgreifen, welcher mit seinem Nasenbruch wieder ins Team stosste. Die Wettinger starteten konzentriert in die Partie, nach hinten liess man wenig zu und nach vorne klappte es besser als noch am Vortag. Durch eine kurze Ecke konnte B. Messerli die Führung für die Aargauer erzielen. Doch nach einer Unsicherheit beim Wettinger Torwart, welcher einen vermeintlichen Pass des Gegners ins Tor rollen liess, stand es bereits wieder 1:1. Dies war dann auch das Pausenresultat.

In der zweiten Hälfte wollte man den Ball und den Gegner mehr laufen lassen, da beim Gegner der Wechselrhythmus eher bescheiden war und meistens die gleichen Spieler auf dem Platz waren. Nach einem scharfen Ball in den Kreis von R. Steffen gelangte der Ball im Flipperkasten-Stil zu Ernst, welcher nur noch enschieben konnte. Der vielumjubelte Führungstreffer sorgte aber dafür, dass die Genfer wieder nach vorne drückten und die Aargauer sich in die Defensive zwingen liessen.

Meisterfeier mit der Damenmannschaft

Einige Ecken von Servette wurden vergeben, das Momentum schien auf der Seite der Wettinger zu sein. So kam es, dass Michel den wichtigen dritten Treffer erzielte und die Luft der Genfer ein bisschen raubte. Kurz vor Schluss gab es dann doch noch ein paar Unkonzentriertheiten in der Wettinger Abwehr, was eine Ecke für die Genfer zur Folge hatte. Zwei mal konnte diese abgelaufen werden, was jedesmal für eine Wiederholungsecke sorgte.

Die Zeit lief für Rotweiss, Servette versuchte noch mit einem zusätzlichen Feldspieler für die Wende zu sorgen, aber die Routine der erfahrenen Aargauer reichte aus, um den Sieg nach Hause zu bringen. Somit war der 30. Meistertitel von HC Rotweiss Wettingen in der Tasche. Zusammen mit der Damenmannschaft ging die Party bis tief in die Nacht hinein. (pd/sis)