Turf

Meister Padolin gegen zehn Herausforderer

Padolin mit Marc-André Bovay im Sulky beim Sieg in Aarau im Herbst 2014.

Padolin mit Marc-André Bovay im Sulky beim Sieg in Aarau im Herbst 2014.

Am Sonntag trifft sich beim ersten Aarauer Turf-Renntag im Schachen die Elite der Schweizer Traber. Das Programm, mit dem der Aarauer Rennverein die Saison eröffnet, bietet das ganze Spektrum mit acht Rennen für Traber, Flach- und Hindernispferde.

Zuoberst auf der Affiche steht der Mai-Preis, ein Trabfahren, in dem es insgesamt 12 000 Franken zu verdienen gibt. Prominentester Starter im Elferfeld ist Padolin. Der zwölfjährige Wallach gewann im letzten Spätsommer und Herbst vier Rennen. Seinen grössten Coup landete er Ende August auf dem Aarauer Schachen mit dem Sieg in der Traber-Meisterschaft, dem bedeutendsten Event für die Sulkysportler der Schweiz.

Besitzer von Padolin ist Roland Müller, der ihn bis zu einem Handbruch vor einem Jahr bei sich in Fehraltorf selber auf die Rennen vorbereitete. Seither wird Padolin im Waadtland vom Schweizer Champion Marc-André Bovay trainiert. «Er ist in Form und Aarau liegt ihm», meint Roland Müller. Trotzdem rechnet er eher mit einer vorderen Platzierung als mit dem Sieg: «Wenn man Padolins Karriere analysiert, sieht man, dass er seine Top-Resultate immer im Sommer oder Herbst brachte. Aber wenn sich die Chance bietet, das Rennen zu gewinnen, werden wir nicht Nein sagen.»

Barbara Aebischer, Trab-Vertreterin im Vorstand des Rennvereins Aarau, hat mit den Halbgeschwistern Napoleon de Bussy und Ulycia de Bussy in den letzten Jahren diverse Spitzenresultate herausgefahren. Nun, da die beiden vom Rennstall in die Zucht gewechselt sind, tritt sie mit Podium du Rib an. «Punkto Klasse gehört Podium du Rib sicher zu den besten Trabern der Schweiz, und dass er mit dem Schachen zurechtkommt, hat er im letzten Herbst bewiesen. Seinen Formstand zu beurteilen, ist nicht ganz einfach, da er kein Trainingsweltmeister ist. Mit einem Platzgeld rechne ich aber schon.»

Der zweite Aargauer im Mai-Preis ist Adrian Burger. Der Hufschmied, dessen Stall im luzernischen Winikon steht, hat zurzeit acht Traber auf seiner Trainingsliste. Im Mai-Preis ist er mit Styx am Start. Der Sohn des Prix d’Amérique-Siegers Général du Pommeau hat dieses Jahr erst ein Rennen absolviert, das zudem nicht wunschgemäss verlief. «Als Styx letzten Herbst zu mir kam, war er ziemlich müde. Zum Auftanken habe ich ihm eine längere Pause gegeben. Um seine Topform zu erreichen, braucht er nach dem Unterbruch wohl noch zwei, drei Rennen. Heute wäre ich deshalb mit einem fünften oder sechsten Platz zufrieden.»

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