Badminton

Meister Argovia bleibt kaum mehr Hoffnung auf den Ligaerhalt

Nach der 1:7-Klatsche gegen Uni Basel brennt beim Schweizer Meister der Baum. Vereinspräsident Adrian Bärtschi sieht den Tatsachen ins Auge und kündigt an, künftig keine Experimente mehr eingehen zu wollen.

Die letzte Szene gegen Uni Basel war bezeichnend für die ganze Saison des Teams Argovia: Plötzlich legte sich Matthew Honey im abschliessenden Mixed-Doppel flach auf den Rücken und wollte sich nicht mehr bewegen. Sein Rücken schmerzte so, dass der extra eingeflogenen Engländer aufgeben musste. Damit war für die Aargauer klar, dass sie gegen Uni Basel nicht einmal das absolute Minimalziel eines Punktes erreichen würden.

Es ist eine verkehrte Welt, die sich im NLA-Badminton derzeit präsentiert. Der Aufsteiger aus Basel überrascht positiv, gewinnt gegen den amtierenden Schweizer Meister 7:1 und festigt damit seinen 4. Platz, während der ursprüngliche Favorit aus dem Aargau mittlerweile abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt.

Der Untergang war aber nicht allein Honeys Verletzung zuzuschreiben, er zeichnete sich vom esten Shuttlewechsel an ab. Zum Auftakt im Sportcenter Wase Birrhard - die Burketsmatt in Widen war von einem Fussballturnier belegt - gewann Uni Basel mit Stefani Stoeva und Marion Gruber erwartungsgemäss das Frauendoppel gegen Yvonne Keller und Ronja Stern. Die Aargauer Juniorin Stern kam damit zu ihrem ersten Einsatz in der NLA.

Ansporn für den Gegner

So blieb der erwartete Erfolg von Matthew Honey und Joel Gayle im Herrendoppel gegen Kasper Ødum und Christian Kirchmayr das einzige Erfolgserlebnis der Aargauer, das sich aber in der Tabelle nicht zählbar niederschlägt. Dann gelang den stark aufspielenden Baslern eine Überraschung nach der anderen. «Wir haben nie und nimmer mit einem solchen Resultat gerechnet, wir wären mit einem 4:4 vollauf zufrieden gewesen», kommentierte Rémy Matthey de l'Etang den Kantersieg.

«Vor der Saison wollten wir den Abstieg vermeiden, jetzt sind wir unter den ersten vier und es scheint plötzlich alles möglich. Was Argovia letztes Jahr gelungen ist, davon träumen wir nun.» «Ab sofort gibt es keine Experimente mehr», gab Adrian Bärtschi, die Devise für die restlichen Runden bekannt.

Der Präsident des Teams Argovia führte seine Ansage aus: «Wir werden immer mit der bestmöglichen Aufstellung antreten. Jetzt müssen wir wirklich schauen, dass wir nicht absteigen.» Bereits am kommenden Samstag bietet sich im Nachtragsspiel gegen Tafers-Fribourg so etwas wie die letzte Chance, mit einem Sieg zum Gegner aufzuschliessen und vielleicht doch noch vom letzten Platz wegzukommen.

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