FC Aarau

«meinstadion.ch»: Die FC-Aarau-Profis wollen beim Crowdfunding-Projekt kräftig mitspenden

Nicht die Garantie für ein neues Stadion, aber ein Anfang: Das am Mittwoch lancierte Projekt «meinstadion.ch».

Nicht die Garantie für ein neues Stadion, aber ein Anfang: Das am Mittwoch lancierte Projekt «meinstadion.ch».

Die Profiabteilung des FC Aarau nimmt den Steilpass auf und will beim Crowdfunding-Projekt «meinstadion.ch» zugunsten eines neuen Stadions mithelfen. FCA-Sportchef Sandro Burki meint: «Der FC Aarau ist so viel mehr als die 1. Mannschaft.»

«Priorität hat der Fussball. Unser Job ist es, gut zu spielen und positive Resultate zu erzielen.» Sowohl Sportchef Sandro Burki als auch Innenverteidiger Marco Thaler stellen klar: Die Stadionfrage darf für die Profimannschaft des FC Aarau in den nächsten Monaten kein Alibi sein. Mehr noch: Die Spieler sehen sich sportlich in der Pflicht. 

Mit Siegen soll die kleine Euphorie, die am Mittwoch mit der Lancierung des Spendenprojekts «meinstadion.ch» ausgelöst wurde, weiter befeuert werden. «Das ist dringend nötig», sagt Thaler. Denn trotz Fokus auf Trainings und Spiele – natürlich lassen die Geschehnisse der vergangenen Tage im Brügglifeld niemanden kalt. Es geht um das Überleben des Vereins im Spitzenfussball. Und somit um die Zukunft der Spieler und aller Angestellten.

Der FCA-Profi sagt zum Spenden-Projekt: «Der Ball ist endlich ins Rollen gekommen.»

Der FCA-Profi sagt zum Spenden-Projekt: «Der Ball ist endlich ins Rollen gekommen.»

Der 23-jährige Thaler ist neben dem langzeitverletzten Olivier Jäckle die Identifikationsfigur im Kader. Er steht sinnbildlich für den Stellenwert des FC Aarau und des Stadionprojekts über die Stadtgrenzen hinaus: Nach den ersten FC-Erfahrungen in seinem Wohnort Wohlen ist er via FC Baden bei den FCA-Profis gelandet. Er sagt: «Auch wenn viele von uns wohl nicht mehr beim FC Aarau spielen, wenn 2021 hoffentlich das neue Stadion bezogen werden kann: Es ist wichtig, dass wir als 1. Mannschaft, als Aushängeschild des FC Aarau mit gutem Beispiel vorangehen.

Wir werden aus der Mannschaftskasse einen namhaften Betrag für das Projekt spenden. Die genaue Höhe werden wir noch definieren.» Dazu seien in der kurzen Zeit seit Mittwoch etliche Ideen entstanden, wie man als Mannschaft zusätzlich Geld sammeln kann.

Thaler weiter: «Ich als langjähriger Spieler warte seit Jahren auf den Durchbruch in der Stadionfrage. Jetzt ist der Ball ins Rollen gekommen, das hat in mir etwas ausgelöst.» Für den Innenverteidiger steht fest: «Ich werde auch als Privatperson spenden.

Mein FCA-Herz sagt mir, dass ich das tun muss.» Er hofft, dass es nicht das Scheitern des Stadionprojekts ist, das über seine fussballerische Zukunft richtet: Sein Vertrag läuft Ende Saison aus. Bleiben oder gehen? Thaler ist unabhängig von der Stadionfrage hin- und hergerissen. Doch wird das Stadion nicht gebaut, ist Thalers Abschied wohl beschlossene Sache.

Auch neue Heimat für die Frauen

Auch die Zukunft von Sportchef Sandro Burki steht auf dem Spiel. Doch der 32-Jährige lenkt von sich ab und sagt: «Als ich am Tag nach dem Projektstart ins Brügglifeld kam, war da eine Aufbruchstimmung. Es geht jetzt ans Eingemachte, das spürt man an allen Ecken und Enden.

Selbstverständlich werden wir als Verein uns tatkräftig um Spenden bemühen. Viele Gespräche haben schon stattgefunden. Wir werden uns mit den Klubs im Breitenfussball zusammentun und gemeinsam aufzeigen, dass das Stadion für alle ist, nicht nur für die Profimannschaft. Zum Beispiel werden auch die Frauen dort spielen.» Neben dem Sammeln von Geld verfolgt Burki einen weiteren Plan: «Wir wollen den Menschen klarmachen, um was es geht. Der FC Aarau ist so viel mehr als die 1. Mannschaft.

FC Aarau Frauen FC Aarau Frauen vs. GC

Auch die Frauen des FC Aaraus würden vom neuen Stadion profitieren.

FC Aarau Frauen FC Aarau Frauen vs. GC

Es geht um die Angestellten auf der Geschäftsstelle, um die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, um die Zulieferer-Firmen. Es geht um den Treffpunkt von Tausenden von Fans, um die Träume vieler Kinder, die ihren Idolen nacheifern. Ohne neues Stadion könnten die grössten Talente des Kantons nicht mehr vor der Haustür ausgebildet werden.» Dazu, so Burki weiter, werde der Stellenwert des Fussballs in der Gesellschaft weiter wachsen. «Davor kann man die Augen nicht verschliessen.»

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