Volleyball
Mehr als nur eine Schweizer Meisterschaft der Junioren

Trotz dem Abstieg der erste Mannschaft hat Smash 05 Laufenburg-Kaisten etwas zu jubeln. Dank der Jugend blicken die Fricktaler optimistisch in die Zukunft.

Olivier Winistörfer
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Smash U19 bejubelt den vierten Rang an der Schweizer Meisterschaft.owi

Smash U19 bejubelt den vierten Rang an der Schweizer Meisterschaft.owi

Olivier Winistörfer

Es war ein spezielles Wochenende mit Ups und Downs für den Verein aus dem Fricktal; Zuerst die grosse Enttäuschung: Am Samstagabend musste das Fanionteam der Aargauer nach einer 0:3-Niederlage vor heimischem Publikum den Abstieg in die NLB hinnehmen - ein bitterer Rückschlag für Laufenburg-Kaisten. Doch am Sonntagabend kam ein grosses Hoch dazu: Nicht einmal vierundzwanzig Stunden nach der Niederlage der ersten Mannschaft holten in derselben Sporthalle Blauen in Laufenburg die U19-Junioren des Klubs den sensationellen vierten Rang an der Schweizer Meisterschaft.

Dabei hat einer die ganze Gefühlswelt des Klubs miterlebt: Kilian Kasper. Der 17-Jährige stand am Wochenende sowohl bei der U19 als auch bei der ersten Mannschaft von Smash 05 im Einsatz. «Es war sicher ein anspruchsvolles Wochenende für mich. Insgesamt habe ich acht Spiele bestritten und sowohl Freud als auch Trauer erlebt. Aber trotz des Abstieges mit der ersten Mannschaft ziehe ich eine positive Bilanz.»

Besondere Heim-SM

Dabei war bereits die Junioren Schweizer Meisterschaft am vergangenen Wochenende etwas ganz Besonderes: Das Volleyball verbindet, wusste man, aber dass Volleyball Ländergrenzen überschreiten kann, bewiesen erst die Fricktaler: Smash 05 veranstaltete das grosse Juniorenturnier sowohl in Kaisten als auch in den beiden Laufenburg - Ein Novum für eine Junioren-Meisterschaft im Volleyball.

Mehr als nur Ausweichmöglichkeit

Eigentlich war das Turnier aber gar nicht in diesem Stil geplant. «Der Verband verlangt für das Durchführen einer U19 Schweizer Meisterschaft mindestens acht Felder. Diese in unserer Umgebung für ein ganzes Wochenende aufzubringen, war eine grosse Herausforderung», erzählt OK-Mitglied Inge Fischer und erklärt, wie es zu diesem «Gastspiel» im deutschen Laufenburg kam: «Wir wollten eigentlich neben unseren Hallen in Laufenburg und Kaisten auch noch in Frick spielen, diese war aber besetzt. So sind wir auf das deutsche Laufenburg ausgewichen.» Dabei sei der Veranstaltungsort eigentlich gar nicht so abwegig: «Wir haben auch einige Vereinsmitglieder aus Deutschland. Da passt es eigentlich auch optimal zu unserem Verein.» Dass diese Aktion auch zugleich eine gute Werbung für den Verein auf der deutschen Seite des Rheins sei, kann die gebürtige Niederländerin dann auch nicht verneinen.

Starke Jugend stimmt zuversichtlich

Nun war es nicht die erste Junioren-Meisterschaft in der Region Laufenburg-Kaisten, sondern bereits die Dritte in den letzten zehn Jahren. Dies habe auch seine Gründe: «Wir setzen uns in der Region bewusst für die Förderung der Jugend ein und wollen solche Veranstaltungen auch nutzen, um unserem Nachwuchs auch den Sport näher zu bringen.»

Dass dieses Konzept seine Früchte trägt, weiss Jugend-Obmann Walè Frangi: «Wir konnten uns in diesem Jahr in jeder Kategorie von U13-U19 sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen für die Schweizer Meisterschaft qualifizieren und sogar fünf Aargauer Meistertitel feiern.» Eine beachtliche Zahl.

Auch Junior Kilian Kasper ist deshalb zuversichtlich für den Klub in den kommenden Jahren: «Es ist sicher schade, dass wir mit der ersten Mannschaft absteigen mussten, aber die Erfolge in unserer Jugend zeigen, dass wir viel Potenzial haben. Wir müssen einfach weiter gut arbeiten und uns Zeit geben, dann können wir wieder über einen Aufstieg in die NLA reden.»

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