Eishockey

Matthias Rossi ging einen Schritt zurück und fand sein Glück

Nach durchzogenen Jahren hat Matthias Rossi bei den Basel Sharks die Freude wiedergefunden. Zinke

Nach durchzogenen Jahren hat Matthias Rossi bei den Basel Sharks die Freude wiedergefunden. Zinke

Als Matthias Rossi realisierte, dass es zum NLA-Stammspieler nicht reichen wird, war sein Selbstvertrauen am Ende. Heute ist es wieder intakt und der Menziker ist der momentan treffsicherste Spieler bei den Basel Sharks.

Gut möglich, dass es den Langnau Tigers beim Namen Matthias Rossi noch immer kalt den Rücken runterläuft. Mit seinen vier Toren schoss er die Emmentaler vor rund zwei Wochen im Alleingang ab – und unterstrich damit seine derzeitige Topform. Acht Tore hat er in dieser NLB-Saison bereits erzielt, alleine fünf davon in den letzten beiden Partien – Bestwert bei den Sharks. «Ich denke, ich komme langsam aber sicher in Fahrt», sagt Rossi augenzwinkernd.

Sharks-Stürmer Matthias Rossi im Kurzinterview

Sharks-Stürmer Matthias Rossi im Kurzinterview

Nachdenklicher Rossi

Die gute Form und die gelöste Stimmung kommen nicht von ungefähr. «Ich muss mich wohlfühlen, um meine beste Leistung abrufen zu können», sagt der 22-Jährige. In Basel hat der Aargauer genau das richtige Umfeld gefunden. Endlich. Gross geworden beim EV Zug, verpasste der Stürmer den Schritt zum Stammspieler, mit rund 70 Partien hat er dennoch Erfahrungen auf höchstem Niveau sammeln können. Danach wechselte Rossi zum Basler NLB-Rivalen Thurgau. Spricht der ehemalige Reinacher Junior über diese Zeit, wirkt er nachdenklich. «Als ich merkte, dass es zum NLA-Stammspieler nicht reichen wird, war mein Selbstvertrauen am Ende. Auch die neue Liga war eine enorme Umstellung», blickt Rossi zurück.

Neubeginn bei den Sharks

Von den Ostschweizern stiess der Goalgetter auf diese Saison hin zu den Sharks. «Matthias hat viele gute spielerische, aber auch menschliche Eigenschaften. Was ihm noch ein wenig fehlt, ist die nötige Aggressivität», sagt Trainer Dino Stecher, der den Menziker nach Basel geholt hat. In der NLB will Rossi einen neuen Anlauf nehmen, um sich nochmals für die höchste Spielklasse zu empfehlen. «Der Schritt zurück war notwendig, um künftig einen Schritt nach vorne machen zu können», weiss er. Sein Vertrag läuft noch bis Ende Jahr. «Ich kann mir aber absolut vorstellen, weiter in Basel zu bleiben», sagt Rossi. Am Rheinknie sind die Playoffs das Minimalziel. Nach dem diese im Vorjahr verpasst wurden, stehen die Sharks in dieser Saison unter Zugzwang. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge verbesserten sich die Haie auf den 8. Platz – für einen Verein mit solchen Ambitionen noch immer zu wenig. Jetzt liegt es an Spielern wie Rossi, die Siegesserie auszubauen. Es wäre eine Win-win-Situation für alle. Denn seine vier Tore gegen die favorisierten Tigers dürften auch den NLA-Teams aufgefallen sein.

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